Ausstellung von Rudek und Pfohl startet Sonntag

Metaphern, Surreales und Wunderliches

„4 traditionell gewachsene Bäume“ von Lars Pfohl, Bleistift.

Kirchlinteln - Eine aufregende Ausstellung im Müllerhaus Brunsbrock steht bevor. Diesmal stellt Michael Rudek, der selbst seit einiger Zeit die Kunstausstellungen in Brunsbrock organisiert, in Kooperation mit seinem Neffen Lars Pfohl, der ebenfalls leidenschaftlicher Künstler ist, vom 12. Juni bis 31. Juli aus. Vernissage ist am Sonntag, 12. Juni, um 15 Uhr, mit musikalischer Begleitung von Sandra Bysäth.

Michael Rudek ist 1951 in Kattowitz geboren und wuchs in Hameln auf. Nach seinem Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen an der Pädagogischen Hochschule Göttingen mit den Fächern Kunst und Erdkunde war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2015 als Lehrer am Schulzentrum Kirchlinteln tätig. Unter anderem war er dort Fachleiter Kunst.

1982 lernte Michael Rudek den Verdener Künstler Eilert Obernolte kennen. Motiviert durch dessen künstlerische Arbeiten, begann er zu zeichnen und zu radieren.

Ab 2001 folgte eine längere künstlerische Schaffenspause, in der er nur gelegentlich eigene Bilder gestaltete. Darunter neben Zeichnungen auch Collagen, Décalcomanien und Arbeiten mit Acrylfarben. Rudek verarbeitet in seinen Bildern eigene Gedanken und Eindrücke. Viele Arbeiten haben surreale Züge. Daneben hat er eine Vorliebe für Küstenlandschaften und Bäume, die in einigen Radierungen zu sehen sind.

Sein Neffe Lars Pfohl ist 1973 in Hameln geboren. Der chemisch-technische Assistent übt seinen Beruf bei der landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Hameln aus. In seinem Heimatort Heyen ist er zweiter Bürgermeister und ein engagiertes Mitglied der Gemeinde. Seinen Ersatzdienst leistete er beim staatlichen Amt für Wasser und Abfall in Verden und hat in dieser Zeit in Kirchlinteln gewohnt.

Schon in frühester Kindheit beschäftigte sich der Künstler mit dem Malen und Zeichnen. Im Laufe der Zeit erprobte er verschiedene Kunsttechniken aus, hat sich aber letztlich auf Zeichnungen mit Graphit- und Aquarellfarbstiften spezialisiert.

Pfohl verarbeitet in seinen Bildern Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse, die er gern in Metaphern darstellt. Seine Bilder spiegeln seine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Realität wider. Dabei blitzt gelegentlich hintergründiger Humor auf.

Beide Künstler beabsichtigen, dass die Betrachter sich eigene Gedanken zu den Bildern machen können. Entsprechendes gilt für die Titel der Arbeiten. Sie sollen verwundern und zur Auseinandersetzung mit den Werken anregen.

Da die Bilder über mehrere Wochen im Müllerhaus zu sehen sein werden, werden beide Künstler in der „Halbzeit“ einige Kunstwerke austauschen. Rudek und Pfohl freuen sich, dass die gemeinsame Ausstellung endlich geklappt hat und laden bis 31. Juli immer sonntags, 14.30 bis 17 Uhr, herzlich dazu ein, ins Müllerhaus, Schmomühlener Straße 9, zu kommen.

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