Krug-Hausmeister Kurt Müller ist im Einsatz für einen gepflegteren Ortskern

Mehr Stunden für den Kümmerer

Kurt Müller hat die Dreiecksfläche Hauptstraße/Alte Dorfstraße gesäubert. Zu seinen Aufgaben gehört das in Zukunft aber nicht, sondern nur die Reinigung des angrenzenden Fußwegs und der Straßen.
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Kurt Müller hat die Dreiecksfläche Hauptstraße/Alte Dorfstraße gesäubert. Zu seinen Aufgaben gehört das in Zukunft aber nicht, sondern nur die Reinigung des angrenzenden Fußwegs und der Straßen.

Kirchlinteln – Das Aufgabengebiet für den Nachfolger von Günter Suchert wird umfangreicher. Der neue Hausmeister beim Lintler Krug, Kurt Müller, wird ab dem 1. Januar für weitere Bereiche zuständig sein und diese pflegen. Dazu gehören unter anderem das Beet an der Auffahrt zum Lintler Krug, das Rondell um die Eiche, die Rasenfläche des Kruggartens, das Beet zwischen Kruggarten und Gibbach, der Scharnhusenplatz und der große Parkplatz auf der Fläche des ehemaligen Glaspalasts.

Aufgrund von Beschwerden aus der Bevölkerung hat Müller aus freien Stücken heraus bereits im Dezember die Ecke Alte Dorfstraße/Hauptstraße und den Fuß- und Radweg am Scharnhusenplatz von Dreck, Laub und Wildwuchs befreit. Alle diese zusätzlichen Arbeiten lassen sich natürlich nicht mit der bisherigen Stundenzahl erledigen, darum bekommt er ab dem neuen Jahr viereinhalb Stunden mehr und hat dann im Monat dreißig Stunden für Pflegemaßnahmen zur Verfügung.

Die Kirchlintler Einwohner und die Verwaltung können sich freuen, dass Müller sich so für den Ort engagiert und er sich für keine Arbeit zu schade ist. Unterstützt wird er aber auch von seiner Frau Irene, die es selber in die Hand nahm, die Fläche hinter dem Werkstattgebäude wieder herzurichten, sodass die Bodendecker sich jetzt wieder gut entfalten können. „Ich habe viele Stunden hier zugebracht, weil die Bodendecker total verkrautet waren“, erinnert sie sich und ergänzt: „Der Zustand hat mich so aufgeregt, und ich habe mich gefragt, warum kümmert sich da keiner drum?“ Irene Müller arbeitet gerne in ihrem Garten, und von daher war es für sie auch kein Problem, sich beim Lintler Krug in der historischen Ortsmitte einzubringen.

Die den Scharnhusenplatz umgebenden Bodendecker sind für Kurt Müller ein Dorn im Auge. „Das geht gar nicht“, sagt er und weist auf das viele Laub hin, das sich darin verfängt und nicht herauszubekommen ist. Hierzu wird im neuen Jahr ein Gespräch mit einem Landschaftsgärtner stattfinden, mit dem Ziel, die Bodendecker durch andere Pflanzen zu ersetzen. „Normalerweise müsste ich jeden Zweig hochheben, um das Laub mit einer kleinen Harke herauszuholen, das mache ich nicht, das ist viel zu arbeitsintensiv“, sagt er. An der Wehrstraße breiten sich die Bodendecker immer weiter aus und nehmen schon mehr als fünfzig Zentimeter auf der Asphaltdecke in Beschlag.

Müller hat sich bereits einen umfangreichen Arbeitsplan mit elf Schwerpunkten fürs kommende Jahr zusammengestellt. Er möchte unter anderem die Betonplattenabgrenzungen des Rondells auf dem Parkplatz ersetzen. „Hier sind schon so viele Autos gegen gefahren und haben sie zerstört, darum möchte ich dafür sorgen, dass die Platten durch einen Handumlauf ersetzt werden“, sagt der Rentner. Moos entfernen, Bänke kärchern und streichen, Heizung im Werkstattgebäude umbauen, Garagenfenster streichen und sich um die Bepflanzung der beiden Tröge an der westlichen Giebelseite kümmern, sind weitere Punkte, die auf seiner Liste der zu erledigenden Aufgaben stehen.

Nicht nur mit Stunden, sondern auch maschinell wurde Müller seitens der Verwaltung aufgerüstet: Er erhielt einen Rasenmähertrecker und einen Laubbläser. Die kleine Grünabfallbox wurde ersetzt durch eine größere Auffanganlage, die zudem bequem von Mitarbeitern des Bauhofs entleert werden kann. Seitens der Verwaltung ist man froh: Die Stundenerhöhung sei ein wichtiger Schritt, damit sich die Pflege und Wahrnehmung des Lintler Krugs innerhalb der historischen Ortsmitte „in die richtige Richtung ruckelt“.

Alle anderen, zum Teil schon langjährigen Patenschaften zur Pflege von weiteren Beeten, Hecken, Bäumen und Bauerngarten rund um den Lintler Krug bleiben auch künftig in den bewährten Händen von Helga Storch, Ulla Redenius, Christine Reinhardt, Elke Beckmann, Ilsemarie Bischoff und Günter Kreller.

Von Hermann Meyer

Die maroden Stufen hinter dem Werkstattgebäude sollen nach sicherheitsrelevanten Vorschriften erneuert werden.
Für einen gepflegten Eindruck des gesamten Gebäude-Ensembles: Diese Fenster an der Garage werden im kommenden Jahr gestrichen. Kurt Müller hat schon eine umfangreiche Liste mit Aufgaben, die es abzuarbeiten gilt.

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