Gemeinsame Initiative von Landvolk und Kreistagsabgeordneten

Mehr Blühpflanzen in der Kulturlandschaft

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Auf der fast drei Hektar großen Blühfläche an der Gemarkungsgrenze zwischen Weitzmühlen und Eitze trafen sich Wilhelm Hogrefe, Jörn Ehlers und Heinrich Luttmann (v.l.) um für das Konzept „Blühende Orte“ zu werben. 

Kirchlinteln - Mehr blühende und Nektar spendende Pflanzen während der gesamten Vegetationsperiode. Dies ist das gemeinsame Ziel des Landvolkkreisverbandes sowie der Kreistagsabgeordneten Wilhelm Hogrefe und Heinrich Luttmann.

Hogrefe und Luttmann legen bereit seit drei Jahrzehnten Blühstreifen an. Kürzlich trafen sich die beiden Abgeordneten und Ackerbauern mit Kreislandwirt Jörn Ehlers auf der 25  000 Quadratmeter großen Blühfläche von Wilhelm Hogrefe. Dabei wurde Bilanz gezogen und neue Ideen für die nächsten Jahre entwickelt.

Insbesondere im Hochsommer ist das Angebot an blühenden Pflanzen in den Feldfluren für Bienen und andere Insekten eher gering. „Deshalb kommt es darauf an, beim Anlegen von Blühflächen auch Sonnenblumensaatgut und Samen von bestimmten Kleearten auszusäen, die dann im August blühen“, erläuterte Wilhelm Hogrefe. Die von ihm ausgesäte Blühmischung enthält die Samen von über einem Dutzend Blütenpflanzenarten, unter anderem auch die leuchtend blau blühende Phacelia („Blume Tausendschön“), die sich besonders als Bienenweide eignet.

Auf Initiative der Imker, unterstützt vom Kreislandvolkverband, wurden in diesem Frühjahr von 64 Landwirten mindestens sechs Meter breite Blühstreifen mit einer Gesamtfläche von 143 Hektar angelegt, berichtete Kreislandwirt Jörn Ehlers, der mit seinem Betrieb auch an diesem Projekt teilnimmt. Seit 2007 fördert zudem der Hegefonds der Kreisjägerschaft die Ackerbegleitflora, „auch um Bodenbrütern wie Rebhühnern und Lerchen neue Lebensräume zu bieten“, berichtete Heinrich Luttmann.

Ab 2017 soll es im Kreisgebiet weitere „Blühende Orte“ geben. Darüber sind sich Ehlers, Hogrefe und Luttmann einig. Dazu Wilhelm Hogrefe: „Eine gemeinsame Initiative vieler gesellschaftlicher Gruppen zusammen mit dem Landkreis und den Gemeinden könnte uns dem Ziel näher bringen.“

Modellcharakter dafür hat eine Initiative der Samtgemeinde Bothel im Landkreis Rotenburg. Unter der Überschrift „Natürlich natürlich“ werden in den Ortschaften Wildblumenarten ausgesät, zum Beispiel auf den Grünstreifen zwischen Fußweg und Straße. Regelmäßig beteiligen sich mehrere hundert Bürger aus den Dörfern an den Aussaat- und Pflanzaktionen. Gefördert wird das Vorhaben aus Mitteln der Europäischen Union.

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