25 Jahre Heimat- & Fährverein

Maritimes Jubiläum in Otersen

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Zahlreiche Vereinsmitglieder wurden für 25-jährige Mitgliedschaft mit einem Fotobuch geehrt. In der Bildmitte das Steuerrad als Präsent der Vereine an den Heimat- & Fährverein.

Otersen - Maritim ging es zu beim Jubiläum des Heimat- & Fährvereins Otersen, als der Vorstand auf seine 25-jährige Geschichte zurückblickte und viele Mitglieder ehrte: Die aktiven Fährleute unter den knapp 90 Jubiläumsgästen waren im blau-weißen Fischerkittel gekleidet, die Oterser Vereine überreichten als Präsent ein Kapitäns-Steuerrad, für Bürgermeister Wolfgang Rodewald ist der Verein ein „Leuchtturm“ und das Heidrun-Duo sorgte mit Trompete und „Schiffer-Klavier“ (Akkordeon) für die musikalische Umrahmung.

Vorsitzender Günter Lühning freute sich bei seiner Begrüßung über Vereinsmitglieder aus drei Generationen, von der 18-Jährigen bis hin zum 92-jährigen Senior. In seiner Jubiläums-Rede ging Lühning auf den Beginn als „Dorfgruppe Otersen“ und deren Fortführung als Heimat- & Fährverein ein. 

1998 wurde die 372-seitige Dorfchronik veröffentlicht rund 1 000 Bilddokumente wurden digital archiviert. Bei den Recherchen war der junge Verein Anfang der 90er-Jahre auch auf die Geschichte der Allerfähre Otersen-Westen gestoßen, deren Betrieb 1967 eingestellt worden war. In einer Bierlaune wurde die Idee zur Wiedereinrichtung der Allerfähre geboren.

Neue Generation von Fährleuten

Die Fährleute betraten damals im doppelten Sinne Neuland: Nicht nur der Fährbetrieb als Verein war neu, sondern auch die Antriebstechnik. Die Ehrenamtlichen setzten schon 1997 konsequent auf erneuerbare Energien. Die Fähre wird seit 20 Jahren mit Sonnenstrom und Elektromotor betrieben.

Lühning erinnerte an die vielen Veranstaltungen, wie Bildervorträge, Senioren-Adventsfeiern, Tagesausflüge, Radtouren und mehr.

Mit Maik Brettschneider, Finn Rowohlt und Mark Rübke bat er dann drei junge Erwachsene nach vorne. Alle waren bei der Vereinsgründung im Februar 1992 noch nicht auf Welt, feierten in den vergangenen fünf Wochen aber jeweils ihren 25. Geburtstag und sind damit so jung wie der Verein selbst. Lühning lobte das Engagement der Männer stellvertretend für die junge Generation im Verein und würdigte sie als „unsere Zukunft in unseren Heimatdörfern“.

Besonderheit des Vereins

Bürgermeister Wolfgang Rodewald würdigte die Besonderheit des Vereins für die Dorfgemeinschaft und für die touristische Entwicklung im Aller-Leine-Tal. „Der Verein ist ein Leuchtturm“, betonte Rodewald.

Ortsvorsteher Dieter Bergstedt ergriff auch als Vorsitzender der Dorf- und Vereinsgemeinschaft das Wort, stellte die Auszeichnung mit dem Deutschen Solarpreis 1999 heraus und lobte die Freundschaft zwischen Fährleuten und Winser Flößern, die durch das blaue Band der Freundschaft, die Aller, verbunden seien. Als Besonderheit hoben Bergstedt und der zweite Vorsitzende Dieter Kerwat die 25-jährige Amtszeit des Vorsitzenden Lühning hervor, dessen Engagement maßgeblich die positive Entwicklung von Verein und Fähre präge.

Lühning überreichte Urkunden an die neuen Ehrenmitglieder Wolfgang Grabe, Dirk Kattwinkel, Willy und Margot Marquardt, Harald Weller und den langjährigen Vereinswirt Klaus Wecks. Mitglieder, die dem Verein seit 1992 die Treue halten, erhielten das Fotobuch „25 Jahre Heimat- & Fährverein Otersen“. Über dieses Jubiläumspräsent freuten sich Irene Bergstedt, Dieter Bergstedt, Friedel und Irmgard Bode, Jens Brettschneider, Carsten Büchtmann, Heinrich Cordes, Helga und Rolf Homann, Harry Lühning, Renate und Günter Lühning, Heinrich Marquardt, Edith und Karsten Pape, Heinrich und Dietrich Sackmann sowie Klaus Wecks.

tl

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