In Luttum gibt es neue Angebote und Ideen

Heimatverein will Vergangenheit wahren und die Zukunft gestalten

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Das Angebot „Musikscheune“ macht seit Herbst kleinen und großen Luttumern Spaß.

Luttum - Mit großem Interesse hörten die Mitglieder des Heimatvereins Luttum auf der Jahreshauptversammlung den Berichten zu und freuten sich, dass im vergangenen Jahr spannendes Neues entstand und langjährige Traditionen erfolgreich weitergeführt wurden, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereinsvorstands.

Mit Freude berichtete Nathalie Schmidtmeyer von einem unkomplizierten Start der Musikscheune im Herbst. Viele Kinder, deren Eltern und Großeltern kommen zum Mitsingen und haben Spaß, sich zur Musik und zum Gesang zu bewegen.

Die Backmeister hatten 2017 mehr Anfragen als zeitliche Kapazitäten. Butterkuchen und Brot aus dem Steinbackofen sicherten den Erfolg jeder Veranstaltung. Eine große Nachfrage gab es bei den erstmalig angebotenen Brotbackkursen – initiiert vom langjährigen Backmeister Dietz Restorff. Die Rückbesinnung auf traditionelles Backen mit Natursauerteig unter Verzicht auf Zusatzstoffe liegt im Trend: Für die Kurse 2018 gibt es schon eine Warteliste.

Am 1. Mai genossen mehr als 30 Teilnehmer Heimatkunde als spannende Rad-Tour quer durch die Gemeinde. Auf zum Teil unbekannten Wegen mit Zwischenstopps im St. Jakobiwald in Wittlohe und bei der historischen Wassermühle in Stemmen sorgten ländliche Picknicks für Stärkungen.

Es folgten Berichte der Luttumer Liederfreunde, über die Ferienpassaktion, vom Flohmarkt, Erntefest, Kartoffelfeuer, dem Tannenbaumaufstellen und dem lebendigen Adventskalender. Eta-bliert hat sich das Boulen auf dem Dorfplatz. Kai Frede als Sprecher berichtete, dass inzwischen eine zweite Gruppe eingerichtet wurde.

Die Anregung, den Dorfplatz für junge Familien mit Kindern durch das Aufstellen von Spielgeräten attraktiver zu machen, wurde von allen begrüßt und soll vom Vorstand weiter verfolgt werden.

Aktiv arbeitete der Heimatverein 2017 in der AG Dorfscheune mit. Das Anliegen des Vereins, den Charakter der Scheune und des Dorfplatzes bei den baulichen Veränderungen zu erhalten, wurde in den bisherigen Planungen berücksichtigt. Bei der Umsetzung sehen die Mitglieder des Heimatvereins gute Möglichkeiten, mit europäischen Fördermitteln, gegebenenfalls mit finanzieller Unterstützung vom Bund, Land, Kreis und der Gemeinde ein für alle Dorfbewohner sowie die Vereine attraktives „Dörpshus“ auf einem „Mehrgenerationen-Dorfplatz“ zu schaffen. Ein langer Weg – für den es aber aus Sicht des Heimatvereins keine Alternative gibt, wenn das Dorf Luttum auch in Zukunft attraktiv bleiben will.

„Wenn der Heimatverein Luttum für Jung und Alt eine gute Adresse für Alteingesessene, Neuzugezogene und Zurückgekehrte sein und bleiben will, müssen die vielfältigen Aktivitäten auf viele Schultern verteilt werden. Neben dem Vorstand wird es zukünftig einen Beirat geben. In diesen Beirat werden Mitglieder berufen, die verantwortlich eine Arbeit im Heimatverein übernehmen – langjährig Aktive und Mitglieder, die sich für ein neues Angebot engagieren“, berichtet der Verein weiter.

Ein besonderes Anliegen ist 2018 neben der Gestaltung des Dorfplatzes als Ort der dörflichen Zukunft der Blick zurück in die Vergangenheit. Zur Sicherung und regelmäßigen Präsentation der örtlichen Geschichte allgemein und konkret mit land- und hauswirtschaftlichen Kulturgütern, soll ein ausgewiesener Experte im Heimatverein als Beauftragter aktiv werden.

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