TSV Lohberg und Freizeitkicker aus Otersen sammeln für ein Jugendteam in Gunjur

Fußballschuhe gehen nach Afrika

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Schuhe für Gambia: Max Bollweg und Steffen Lühning mit den Kartons, die in Kürze nach Gambia geschickt werden.

Kirchlinteln - Seit knapp drei Wochen ist er wieder in Deutschland, acht Monate war Max Bollweg als Freiwilliger in Gambia, genauer gesagt in Gunjur, einer Stadt an der Küste Westafrikas. Dort hat er das Team World Eleven kennengelernt, dessen Jugendmannschaften er gerne mit Fußballschuhen aus Deutschland unterstützen wollte.

Und so kontaktierte er seine Mannschaftskollegen vom TSV Lohberg, die die Aktion in die Hand nahmen und innerhalb des Vereins alle Jugendmannschaften mobilisierten, alte Schuhe abzugeben. Schuhe, die nicht mehr benötigt werden, aber dennoch in einem guten Zustand sind, kamen aus allen Teams, von der U10 über die U14 und U16 bis zu den Herrenmannschaften. Und auch die Freizeitfußballer vom TSV Otersen haben sich an der Aktion mit 15 Paaren beteiligt.

Knapp 50 Paar Schuhe, ein nicht mehr benötigter schwarz-gelber Trikotsatz sowie einige Bälle konnten Max Bollweg und Steffen Lühning, der sich um die vereinsinterne Organisation kümmerte, kürzlich in große Umzugskartons packen. In Kürze sollen sie nach Hamburg gebracht und dann in einem Container nach Gunjur verschifft werden.

Die Jugendfußballer von World Eleven freuen sich schon auf die neuen Treter aus Deutschland. „Die Gambianer sind sehr fußballbegeistert und verfolgen nahezu fanatisch vor allem die englische und spanische Liga“, erzählt Max Bollweg von seinem Aufenthalt in Afrika. „Es gibt auch einen richtigen Ligabetrieb, die Spiele finden auf einem Sandplatz außerhalb Gunjurs statt. Die Kinder haben Bilder ihrer Fußball-Idole in ihren Zimmern hängen.“

Während seines Freiwilligendienstes in diesem sehr armen westafrikanischen Land hat Max Bollweg viel erlebt und gesehen. Er lebte in einer Großfamilie mit 13 Geschwistern, die ihn offen aufnahmen, und arbeitete von Montag bis Donnerstag in einer weiterführenden Schule. Dort unterstützte er den Sport- und Englischunterricht in fünf neunten Klassen. Im Sportbereich wurde ein Volleyballteam gegründet, das nächstes Jahr in den Spielbetrieb einsteigt. Freitage und Wochenenden wurden auf Benna Kunda, dem Grundstück der Organisation, verbracht. Hier wurden mit Hilfe der gambischen Organisationsmitglieder Jugendprojekte und Sporttrainings veranstaltet.

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