Liebenswerte Wesen bei der „Ein Königreich“-Ausstellung von Toby Wichmann

Mit Krone und Knubbelnase

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Großes Interesse: Die Vernissage am Sonntag war gut besucht.

Brunsbrock - Wunderbare Wesen bevölkern zurzeit das Müllerhaus in Brunsbrock. Kleine Könige mit großen Kronen, drollige Zwerge und. Sternengucker. Gemalt, aus Bronze gegossen, modelliert oder fotografiert wurden sie alle von der Achimer Künstlerin Toby Wichmann. Noch bis zum 15. November ist die Ausstellung „Ein Königreich“ jeweils sonntags, von 14.30 bis 17 Uhr, im Müllerhaus zu besichtigen.

Leider konnte die Künstlerin wegen einer Erkrankung nicht selbst bei der Vernissage am Sonntag anwesend sein. Statt ihrer führte Ruth Jopert die zahlreich erschienenen Gäste in die Ausstellung ein.

„Toby Wichmann ist eine Künstlerin mit Herz. Man muss sich einfach in ihre Figuren und Bilder verlieben“, sagte sie. Die knubbelnasigen Wesen laden den Betrachter zum Schmunzeln ein und sorgen für gute Laune und vermitteln Lebensfreude. Ein gutes Beispiel ist die Figur „Jipiieee...“, die froh beide Arme zum Himmel streckt. Es sei die Absicht der Künstlerin, dass der Betrachter sich seine eigene Geschichten um die liebenswerten Figuren ausdenkt, so Jopert.

Mit dem Bronzeguss beschäftigt sich Toby Wichmann erst seit einigen Jahren. Ihre künstlerische Tätigkeit begann mit der Malerei. Auch auf ihren Bildern sieht man die charmanten Figuren mit den großen Kronen und runden Formen. Alle Bilder bestechen durch ihre leuchtenden Farben. Diese Farbintensität entsteht dadurch, das die Künstlerin die Leinwand erst weißt und dann mit schwarzer Farbe übermalt. Auf diesem schwarzen Untergrund werden die bunten Farben aufgetragen, die dadurch ihre besondere Leuchtkraft entfalten.

Die Bronzen stellt Toby Wichman in einem aufwändigen Wachsausschmelzverfahren her. „Dazu ist nicht nur künstlerisches, sondern auch handwerkliches Geschick erforderlich“, weiß Ruth Jopert. Die Bronzefiguren kämen tatsächlich besonders bei den Männern gut an, seien richtiger „Männerkram“, habe die Künstlerin gesagt, berichtete Jopert.

Eine Sonderstellung unter den Bronzefiguren nehmen die „Sternengucker“ ein. Diese Gruppe mit dem zum Himmel gewandten Gesicht gibt es in verschiedenen Größen. Die kleinen Sternengucker hat Wichmann auf Reisen geschickt und vor schönen Hintergründen und bekannten Sehenswürdigkeiten fotografiert. Auch einige Bekannte haben die Sternengucker mit in den Urlaub genommen. Die Fotografien, die die Bronzefiguren an verschiedenen Orten zeigen, sind ebenfalls ein Teil dieser ungewöhnlichen Ausstellung, die gute Laune bereitet.

ahk

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