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Holtums Wahrzeichen im Scheinwerferlicht

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Von: Reike Raczkowski

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Ein Glockenturm, angestrahlt von Schweinwerfern.
Stimmungsvoll: Beleuchtet von vier in den Boden eingelassenen Scheinwerfern kommt Holtums Wahrzeichen jetzt richtig gut zur Geltung. © Rippe

Er steht seit mehr als 130 Jahren im Herzen der Ortschaft und um ihn herum haben viele Generationen unzählige Feste gefeiert: Der Holtumer Glockenturm auf dem ehemaligen Schulhof zeigt seit 1891 auf seinem schwarzen Ziffernblatt mit goldenen Zahlen die Zeit an. Wenn es brennt, geht die Sirene auf seinem Dach los – und wenn jemand aus dem Ort heiratet oder stirbt, läutet die Glocke. Und künftig soll das Wahrzeichen des Ortes auch noch ein Blickfang bei Dunkelheit sein.

Holtum (Geest) – Der markante Turm wurde 1891 auf dem damaligen Schulhof, wo heute der Kindergarten sein Domizil hat, errichtet. Einige Jahre mussten die Holtumer auf sein Geläut verzichten: Im Zweiten Weltkrieg wurde die Glocke beschlagnahmt und eingeschmolzen. Eine neue Glocke gab es im Jahr 1949.

Beleuchtung finanziert aus den Einnahmen des Glockenturm-Jubiläums

Zum 125. Jubiläum des Glockenturmes im Jahr 2016 hatte es ein großes Fest in Holtum gegeben – mit feierlichen Reden, Theater und Musikprogramm – an das sich die Dorfgemeinschaft noch heute gern zurückerinnert. „Bei den Feierlichkeiten haben wir damals einen Überschuss erwirtschaftet“, berichtet Ortsvorsteherin Helma Rippe. Klar sei gewesen, dass dieses Geld in irgendeiner Form in das Wahrzeichen investiert werden solle.

Nun sei die Entscheidung für vier energiesparende LED-Scheinwerfer gefallen, die – nach Vorarbeiten von Wilfried Willenbrock mit seinem Minibagger – bereits in den Boden eingelassen worden sind und die den Turm bei Dunkelheit in stimmungsvolles Licht tauchen.

Es soll etwas Besonderes sein

Derzeit ist es jeden Abend in der Zeit von 18 bis 22 Uhr angeschaltet. „Es soll auch künftig nicht jede Nacht durchgängig leuchten“, berichtet Erwin Rippe, Holtumer Gemeinderatsmitglied. „Wir könnten uns aber durchaus vorstellen, die Beleuchtung zum Beispiel in der Weihnachtszeit, an den Adventssonntagen, oder zu Feierlichkeiten zu nutzen. Es ist etwas Besonderes – und soll auch etwas Besonderes bleiben.“

Gerne hätten die Initiatoren der Aktion die Dorfbewohner zu einer Tasse Glühwein und einem Klönschnack am beleuchteten Turm eingeladen. „Wegen der Pandemie geht das ja nun aber leider nicht“, sagt Birte Jacobs etwas traurig. „Aber ich freue mich jetzt schon auf die nächste Adventszeit. Wenn dann nämlich noch der große Weihnachtsbaum neben dem Turm steht, wird das bestimmt richtig schön.“

Zwei Männer und zwei Frauen sitzen an einem Holztisch und blicken in die Kamera.
Stellvertretend für die Dorfgemeinschaft freuen sich hier Harm Kruse, Helma Rippe, Erwin Rippe und Birte Jacobs über die Scheinwerfer. © RAczkowski

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