Die Gemeinde Kirchlinteln versetzt Grundstück an der Kirche wieder in den Originalzustand

Leichenhalle spurlos verschwunden

Eine mit Steinen eingefasste Fläche im Vordergrund. Dahinter ist ein Gebäude erkennbar.
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Mächtige Natursteine stützen die Fläche zur Auffahrt zum Kirchengrundstück hin ab.

Kirchlinteln – Die ehemalige Leichenhalle in Sichtweite der evangelischen St.-Petri-Kirche steht nicht mehr. Sie ist vor gut vier Wochen von der Firma Berlitz aus Hohenaverbergen abgerissen worden. Die Stützmauer aus Natursteinen ist zwischenzeitlich ergänzt worden, und so ist der Originalzustand wieder hergestellt.

Am 28. Juni 1976 hat die politische Gemeinde Kirchlinteln mit der Kirchengemeinde St. Petri, vertreten durch deren Vorstand, einen Vertrag zur Überlassung einer Teilfläche des Kirchengrundstücks von circa 50 Quadratmetern zum Bau einer Leichenhalle abgeschlossen. Diese wird jedoch seit Jahren nicht mehr zweckentsprechend genutzt. Die Kühlvitrine ist nach Feststellung eines irreparablen Schadens entsorgt worden. Aufbahrungen erfolgen inzwischen vielfach bei den Bestattungsunternehmen, sodass das Gebäude seitens der Gemeindeverwaltung nicht mehr genutzt wird.

Landeskirche wollte den Rückbau

Seit 2019 sind mehrfach Gespräche und Schriftverkehr mit dem Kirchenvorstand geführt worden mit der Bitte, zu prüfen, ob die Kirchengemeinde das Gebäude übernehmen würde oder der Mietvertrag an einen Interessenten übergehen könnte. Der Kirchenvorstand folgte aber der Empfehlung der Landeskirche, die den Rückbau des Gebäudes verlangte, wenn es nicht mehr durch die Gemeinde genutzt werde. Eine Überlassung an Dritte sei deshalb nicht möglich.

In dem Mietvertrag mit der Kirchengemeinde war damals schriftlich vereinbart worden, dass das errichtete Gebäude von der politischen Gemeinde zu beseitigen ist, wenn es nicht mehr benötigt wird und der Kirchenvorstand dieses verlangt. Zudem sei auch die Wiederherrichtung der überlassenen Fläche laut Mietvertrag zu erfolgen. Für die Gemeinde Kirchlinteln ist daraus die Verpflichtung entstanden, die ihr überlassene Fläche entsprechend des umgebenden Kirchenplatzes wieder herzurichten.

Standort der Leichenhalle nur noch zu erahnen

Der St.-Petri-Kirchenvorstand verlangte dementsprechend neben dem Abriss die Ergänzung der auf Breite der ehemaligen Leichenhalle unterbrochenen Stützmauer aus Natursteinen. Das ist nun alles erledigt – und den ehemaligen Standort der Leichenhalle auf dem Kirchengrundstück können Spaziergänger nur noch erahnen.

Von Hermann Meyer

Die Firma Berlitz aus Hohenaverbergen sorgte für den reibungslosen Abriss der Leichenhalle.

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