Lehrer machen sich locker

Luttumer Pädagogen bilden sich weiter: „Bewegte Schule“ soll Lernerfolg steigern

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Die Pädagogen probierten die Bewegungsübungen direkt aus. 

Luttum - Locker machten sich am Donnerstag die Lehrer der Grundschule Luttum. Während sie sonst eher theoretischen Stoff vermitteln, stand diesmal für die Pädagogen körperliche Bewegung auf dem Stundenplan. Hintergrund ist ein Projekt des niedersächsischen Kultusministeriums für Grundschulen, das unter dem Motto „Bewegte Kinder – schlaue Köpfe“ auf vielfältige Weise zur Gesundheit beitragen soll.

Zwei Mitarbeiter dieses Projektes, Chris Schulz und Ann-Christin Bremer, stellten am Donnerstag die Inhalte in einer mehrstündigen Lehrerfortbildung sowie anschließend bei einem Elternabend vor.

Mit dem Projekt solle mehr Bewegung in die Schule und in den Alltag der Kinder gebracht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative „Bewegte Schule“, denn auf diese Weise werde neben der Gesundheit auch die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit und damit der Lernerfolg der Kinder gefördert. Schulz und Bremer zeigten den Lehrern, wie die bei Kindern vorhandene Freude an der Bewegung mit einfachen Mitteln unterstützt werden kann.

Das Projekt biete Lösungsansätze bei verschiedenen Problemen, heißt es bei der Initiative, die von Hermann Städtler geleitet wird. Seit acht Jahren seien Teams im Land unterwegs, um die Schüler mit vielfältigen Bewegungserfahrungen aus der „Trägheitsfalle“ zu holen. Kinder bewegten sich immer weniger und würden den Großteil ihrer Zeit sitzend verbringen, sie erlebten ihre Umwelt eher passiv und häufig am Fernseher oder Computer „aus zweiter Hand“. Der Aktionstag setze hier an und bringe mehr Bewegung in die Schule und den Alltag.

Bei der Fortbildung wurden den Luttumer Lehrern theoretische und praktische Ansätze vermittelt, wie sich positive Effekte des Unterrichts auf das körperliche Wohlbefinden oder die Lernleistung auswirken können. Gezeigt wurden Bewegungsübungen, mit denen die Lehrer die Schüler im Unterricht beschäftigen können. Die Lehrer wurden auch selbst aktiv und probierten die Übungen aus.

Die gesundheitsfördernden Impulse enden aber nicht am Schultor, heißt es seitens der Initiative. Damit sich Erfolge schneller einstellten, sei es wichtig, dass das Mehr an Bewegung auch im Elternhaus gelebt werde. Aber auch die lokalen Sportanbieter würden als Partner für einen bewegten Ganztag immer bedeutsamer. Daher wurden zum anschließenden Infoabend in der Grundschule neben den Eltern auch Vertreter der örtlichen Sportvereine eingeladen.

„Verschiedene Module sind mit Sicherheit auch für unseren schulischen Alltag von Bedeutung“, berichtete die Konrektorin Meike Pschichholz nach dem Aktionstag. Auch die Lehrer hätten das Projekt als motivierend für ihre Arbeit empfunden.

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