Spaßige Tatort-Persiflage erneut auf die Lindhoop-Bühne

Lara will absolut nicht noch einmal sterben

Lara wird ermordet. Und das auch noch in einer Gasse mit unglaublich schlechter Beleuchtung. Wird Hella Block trotzdem herausfinden, wer der Mörder ist? - Fotos: Niemann

Kirchlinteln - Eine verrückte Story, messerscharfe Dialoge, reichlich Kunstblut und gekonnt eingesetzte Effekte zeichnen die Krimi-Persiflage aus, die bereits bei ihrer Premiere nicht nur dem Publikum, sondern auch sämtlichen Darstellern und Backstage-Helfern allergrößtes Vergnügen bereitet hat. Freitagabend kommt das Stück ein zweites Mal auf die Bühne der Schule am Lindhoop.

Seit vielen Jahren gibt es an der Schule eine aktive Theater-AG. In diesem Jahr führen ihre Mitglieder das Theaterstück „Tatort: Lara will absolut nicht sterben“ von Peter Haus auf, das die Schüler der Jahrgänge 8 bis 10 mit den Lehrkräften Werner Triebel und Dirk Stichweh erarbeitet haben.

Die Premiere des Stücks, das gängige Fernsehkrimis auf die Schippe nimmt, wurde am Mittwochabend vor vollen Rängen gespielt. Eine zweite Aufführung wird Freitag um 19.30 Uhr auf die Bühne der Schulaula gebracht.

Das Premierenpublikum amüsiert sich sichtlich.

Mit großer Freude pflügen die jungen Darsteller in dem Stück durch die bekannten Klischees und menschlichen Unzulänglichkeiten, die heutzutage zu TV-Krimis einfach dazugehören. Um was geht es? Die reiche Erbin Lara, süße 17 Jahre alt, wird im Auftrag ihrer Mutter kurz vor ihrer Volljährigkeit in einer dunklen Gasse mit vielen Mülleimern, aber einer unglaublich schlechten Beleuchtung erschossen. Kommissarin Hella Block – natürlich alleinerziehende Mutter einer aufmüpfigen 13-jährigen Tochter – nimmt mithilfe ihrer Assistentinnen Sally und Marie die Ermittlungen auf. Es gelingt ihnen nach und nach – trotz widersprüchlicher Zeugenaussagen, zahlreichen Verdächtigen und einer Fülle von mehr oder weniger brauchbaren Beweisstücken – den Fall aufzuklären: Na ja, fast.

Professionell angeleitet von Triebel und Stichweh, hat die Theater AG das Stück von Peter Haus individuell aufgemöbelt, mit einigen Freiheiten interpretiert und mit schnellen Effekten, die auf den Punkt genau sitzen, aufgepeppt. Dabei ist die schauspielerische Leistung aller Darsteller absolut sehenswert. Beeindruckend zu sehen, mit welcher Spielfreude sie sich in ihre Rollen hineinversetzen und den Figuren ein Eigenleben verleihen. Insgesamt also eine sehr reife Leistung aller Beteiligten, einschließlich Bühnenbau, Lichttechnik und den Herren der Regie.

Das Premierenpublikum beklatschte die rund 100-minütige spritzige Vorstellung laut und anhaltend. 

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