Lindhoopschüler laden zur Tatort-Persiflage

Lara Tod ist tot – und nun?

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Leichenschau: Lara Tod ist tot, so viel ist klar. Aber warum musste die junge Frau sterben? Und wer ist ihr Mörder? Ob das Pathologenteam den Fall aufklären kann?

Kirchlinteln - Lara will zwar nicht sterben, aber danach geht es nicht. Für eine gute Krimiproduktion, das weiß jeder Tatortgucker, braucht es nun mal mindestens eine Leiche, Blut, Spannung – und total kaputte Ermittler mit haarsträubenden persönlichen Problemen.

Das neue Lindhoop-Theaterstück bietet dies alles und noch viel mehr – zum Beispiel eine mysteriöse Kaffeemaschine. Ja, es wird ziemlich absurd am Mittwoch, 7. Juni, 19.30 Uhr, wenn das neue Stück der Theater-AG der Schule am Lindhoop in Kirchlinteln Premiere feiert. Unter der bewährten Leitung von Werner Triebel und Dirk Stichweh bringen die Jugendlichen diesmal eine TV-Krimi-Persiflage auf die Bühne. 

„Es ist wirklich richtig lustig“, sagt Sophia Lautenschläger und lacht. Dabei ist ihr T-Shirt ebenso blutverschmiert wie ihr Gesicht. Denn die Schülerin spielt Lara Tod, das Opfer in „Lara will absolut nicht sterben.“

Laut Inhaltsangabe geht es in dem Stück aus der Feder von Peter Haus um folgendes: „Die reiche Erbin Lara wird von ihrer Mutter und deren Diener Boris in einer dunklen Gasse mit vielen Mülleimern und unglaublich schlechter Beleuchtung getötet.

Hella Bock ermittelt

Leichenschau: Lara Tod ist tot, so viel ist klar. Aber warum musste die junge Frau sterben? Und wer ist ihr Mörder? Ob das Pathologenteam den Fall aufklären kann?

Die Ermittlung nehmen die alleinerziehende Kommissarin Hella Bock und ihre Assistenten Sally und Marie auf. Ihnen gelingt es schließlich, trotz unterschiedlichster Zeugen, Verdächtigen, Moderatoren, Requisiteuren, Tischen, Stühlen, Telefonen und Pistolen den Fall nahezu aufzuklären, – oder so ähnlich.“ Die Handlung spiele dabei gnadenlos mit Klischees und Unsinnigkeiten alltäglicher Krimiproduktionen.

Wie immer sind die Lindhoopschüler mit Feuereifer bei der Sache. Und das gilt nicht nur für die Darsteller, sondern auch für diejenigen, die sich um die Technik und das Bühnenbild kümmern. So zeigen Paul Desens und Hannes Witte nicht ohne Stolz ihr Werk: Einen schicken roten Sportwagen, der zum kreativen Bühnenbild gehört und eine wichtige Rolle in dem Stück spielt. „Alles selbst gebaut“, berichtet Paul.

Premiere am 7. Juni

Die Schüler hoffen auf ein großes Publikum, schließlich proben sie seit Monaten, um die absurdeste aller Tatortfolgen auf die Bühne zu bekommen. Sie haben dafür reichlich Text gelernt, mit Kunstblut herumgesaut und mit viel Liebe zum Detail aufwendige Requisiten hergestellt. Wer also dabei sein will und herausfinden möchte, welche Rolle die Kaffeemaschine dabei spielt, der kann sich ab sofort in der Schule Karten besorgen, entweder für die Premiere am 7. Juni oder die zweite Aufführung am 9. Juni, jeweils 19.30 Uhr.

rei

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