Nachfrage nach Plätzen steigt stetig an

Krippenausbau: Politik sieht Handlungsbedarf

Kirchlinteln - Ist im kommenden Jahr ein Ausbau im Bereich der Kindertagesstätten erforderlich? Diese Frage beschäftigt derzeit die Politik der Gemeinde Kirchlinteln. CDU und SPD haben zu diesem Thema Anträge an die Verwaltung gestellt und Pressemitteilungen veröffentlicht. Die CDU-Mehrheitsfraktion fordert die Verwaltung auf zu ermitteln, ob im Krippenbereich 2018 weitere Plätze notwendig werden. Hier gelte es, „den Kindertagesstättenbedarfsplan des Landkreises für die Gemeinde zu verifizieren und die Platzbedarfe zu bewerten“.

Eine Bedarfsermittlung bedarf es nach Meinung der SPD-Fraktion nicht, da dieser feststehe und anhand der Belegungszahlen auf der Hand liege. „Wir wollen keine Verschiebung, sondern endlich ein Angehen des Themas“, appelliert Fraktionsvorsitzender Richard Eckermann an die CDU und Grünen. „Schön, dass die CDU sich jetzt auch der Notwendigkeit nähert. Leider war das vor zwei Jahren noch nicht so.“ Damals wurden gegen den Vorschlag des Bürgermeisters und das Votum der SPD vom Rat seitens CDU und Grünen ein Verzicht auf den Krippenneubau in Kirchlinteln beschlossen, wegen vermeintlich fehlenden Bedarfs. „Für uns hat sich dieser schon damals klar abgezeichnet“, so Elke Beckmann, Vorsitzende des Sozialausschusses. Damals hätte die Gemeinde Bauzuschüsse von Landkreis und Bund erhalten. Diese wurden ausgeschlagen. Jetzt werde es für die Gemeinde teurer.

Die SPD-Fraktion hat in ihrem Antrag die Verwaltung beauftragt, direkt nach Räumlichkeiten für eine weitere Krippe in Kirchlinteln zu suchen, gegebenenfalls einen Neubau zu planen. Die erforderlichen Mittel für die Realisierung seien zu ermitteln und in den Haushalt einzustellen, fordern die Sozialdemokraten. In der Begründung weist Beckmann darauf hin, dass in Kirchlinteln, Luttum und Eitze alle Plätze belegt sind. Zudem gebe es schon eine Warteliste mit zwei Kindern. Anhand der Zahlen aus den vergangenen Jahren könne man erkennen, dass der Bedarf stetig steige.

„Falls sich herausstellen sollte, dass die bisherigen Annahmen nicht mehr aktuell sind und ein zusätzlicher Bedarf besteht, soll die Verwaltung drei Alternativen prüfen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Arne Jacobs die Vorstellungen seiner Fraktion. Die hat die Verwaltung dazu aufgefordert, verschiedene Betriebsformen zu untersuchen, so zum Beispiel den Bau einer Krippe in fremder Trägerschaft. „Wir können uns auch die (Nach-)Nutzung von bestehenden Gebäuden im Eigentum der Gemeinde oder in fremden Besitz durch eine Miete vorstellen“, so Karin Wiedemann, CDU-Ratsmitglied. „Im Bedarfsfall kann nur der Kernort Kirchlinteln als Standort in Frage kommen“, stellt Jacobs klar, der die Verwaltung auch gebeten hat, mögliche Potenzialflächen im Eigentum der Gemeinde beziehungsweise geeignete Räumlichkeiten im Hauptort darzustellen.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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