Ideensammlung für die Zukunft des Lintler Herzstückes

Konstruktiv für den Krug

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Die Vertreter des Aktionsbündnisses diskutieren mit den interessierten Kirchlintlern.

Kirchlinteln - Ein intensiver Austausch von Ideen bezüglich der Nutzung des Lintler Krugs fand am Donnerstag im Saal desselben statt. Das Aktionsbündnis Tatort Ortskern Kirchlinteln hatte zum Dialog eingeladen und einige interessierte Bürger beteiligten sich an der Gesprächsrunde. Das Aktionsbündnis rief dazu auf, den Krug „vom Dämmerschlaf zum richtigen Leben zu erwecken“.

Zuerst gab es eine Bestandsaufnahme und Bilanz der vergangenen Jahre, in denen der Kultur- und Förderverein Kirchlinteln bereits zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen im Krug auf die Beine gestellt hat.

Die beiden Vertreter des Aktionsbündnisses Karin Rodel und Ingo Tauchert forderten die Kirchlintler zu einer Art Brainstorming auf, alle sollten ihre Ideen einfach in der Runde schildern, zunächst einmal ohne Rücksicht auf Umsetzbarkeit. In der Runde herrschte weitestgehend Einigkeit darüber, dass für eine positive Zukunft des Kruges eine bessere wirtschaftliche Nutzung des Aushängeschildes im historischen Dorfkern notwendig ist.

Denn durch eine größere Auslastung des denkmalgeschützten Gebäudes, gerade unter der Woche, wären die Kosten für die Gemeinde geringer. Dazu sei eine Etablierung von Gastronomie der Königsweg, da so täglich der Krug mit Leben gefüllt werde. Dies könne beispielsweise in dem sogenannten Kammerfach mit einem Café geschehen, weil dann nicht so hohe Anfangsinvestitionen in eine komplette Küche notwendig wären, aber der Krug trotzdem zu einem beliebten Ausflugsziel weiterentwickelt werden könnte. Auch als Tagungszentrum für private und öffentliche Veranstalter könnte der Krug nach Ansicht einiger Diskussionsteilnehmer genutzt werden, sofern man entsprechende Investitionen, zum Beispiel in Präsentations-Technik, tätige. Außerdem könne der Krug im Obergeschoss zu einem Übernachtungsbetrieb ausgebaut werden.

Von allen Diskussionsteilnehmern wurde betont, dass diese Ideen lediglich Vorschläge seien und die Realisierbarkeit im Einzelfall zu prüfen sei. Einig war man sich im Großen und Ganzen, dass der Krug als eine Art Dorfgemeinschaftshaus des Hauptortes erhalten bleiben solle, aber auch als Treffpunkt für Bürger der gesamten Gemeinde dienen solle. Deswegen schlug Stefan Jeite vor, einen kaufmännischen Verein zur Bewirtschaftung des Krugs ins Leben zu rufen.

Ingo Tauchert berichtete anschließend von seinen Erfahrungen mit Mehrgenerationenhäusern, für die auch Fördergelder generiert werden könnten. Der Ratsherr Rolf Sievert (Grüne) forderte die örtlichen Vereine auf, gemeinsam für eine intensivere Nutzung des Kruges zusammenzuarbeiten.

Als Resümee verständigte die Runde sich darauf, bei der Gemeinde den aktuellen Stand bezüglich der Planungen für den Krug nachzufragen und den Dialog mit Bürgermeister Wolfgang Rodewald zu suchen. Auch möchte das Aktionsbündnis die Verwaltung zur nächsten Gesprächsrunde einladen. lee

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