Enge Räumlichkeiten erfordern eine strenge Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln

Kleiderkammer startet wieder

Auch in Krisenzeiten lädt die Kleiderkammer in Westen mit einem „Willkommen“ zum Einkaufen ein.
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Auch in Krisenzeiten lädt die Kleiderkammer in Westen mit einem „Willkommen“ zum Einkaufen ein.

Westen – Die Kleiderkammer „Sonne im Westen“ der Kirchengemeinde St. Annen in Westen hat geöffnet und darf seit dieser Woche wieder Kleidung an ihre Kunden abgeben. „Es gelten allerdings verschärfte Schutzmaßnahmen“, berichtet Euphemia Leck.

Insgesamt fünf Frauen – Euphemia Leck, Vanessa Koch, Veronika Winsemann, Elke Huss und Christa Michaelis – stemmen mit viel Herzblut die Arbeit in der im März 2009 von Jutta Heil ins Leben gerufenen Initiative, die seit über drei Jahren im ehemaligen Gasthaus Funda untergebracht ist. Alle sind erleichtert, dass der Verkauf nach rund neunwöchiger Zwangspause wieder starten durfte. „Regale und Kleiderständer sind prall gefüllt. Die Kunden dürfen, ja, sie sollen kommen“, so Leck. „Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Menschen seit Wochen viel mehr Zeit. Sie haben aufgeräumt und auch reichlich Kleidung aussortiert, sodass sich die Spenden bei uns regelrecht angestaut haben“, erklärt sie und zeigt auf die Säcke im Flur, deren Inhalt noch gesichtet und sortiert werden muss. Das sei viel Arbeit, sagen die Frauen, die die vergangenen Wochen ebenfalls genutzt haben, um sämtliche Textilien in der Kleiderkammer zu sichten und im Zweifel auszusortieren. „Aber wir haben immer noch genug“,sagt Leck. „Derzeit fehlt es tatsächlich an nichts, und es sind viele schöne Teile dabei. Selbst Markenmode ist für kleines Geld zu haben.“

Wer zehn Euro investiere, gehe mit zwei Armen voller guter Kleidung nach Hause. Es lohne sich folglich, einmal vorbeizuschauen, laden die ehrenamtlich tätigen Frauen ein. Wert legt das Team auf die Feststellung, dass es bei den Kunden nicht auf Bedürftigkeit ankommt und das Einkaufen keinem bestimmten Kreis vorbehalten ist. „Zu uns kommen alle – vom Flüchtling über einkommensschwache Bürger bis hin zu jenen, die aus ökologischen Gründen Second-Hand-Ware kaufen, weil sie damit etwas gegen die Wegwerfmentalität tun wollen.“

Masken sind für Team und Kunden derzeit Pflicht. Christa Michaelis, Vanessa Koch und Euphemia Leck (v.l.) machen es vor. 

Ganz bewusst sei in der Kleiderkammer Westen jeder willkommen und könne von den günstigen Preisen profitieren – ob Schnäppchenjäger oder nicht. Ab einem Euro kostet die Bekleidung, die nicht ausgezeichnet ist. „Wir fragen lieber, was dem Kunden die Ware wert ist“, sagt sie.

Wer etwas abzugeben hat, kann dies während der Öffnungszeiten am Mittwoch, von 15 bis 17 Uhr, und am ersten Montag eines Monats, von 17 bis 19 Uhr, tun. In die Ausgabe gelange aber nur vorab kontrollierte Kleidung. Ware, die nicht verkauft wird, geht als Spende an Einrichtungen in Bethel und Spangenberg.

Leck weist ausdrücklich daraufhin, dass der Besuch der Kleiderstube derzeit nur unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln und Hygienevorschriften möglich ist und dass entsprechende Maßnahmen getroffen wurden. „Es besteht Maskenpflicht. Im Eingangsbereich steht Desinfektionsmittel bereit und in den Verkaufsräumen ist der Aufenthalt jeweils nur einem Kunden erlaubt. Die Räumlichkeiten hier sind eng; anders sind die Abstandsregeln deshalb nicht einzuhalten.“

Damit es weder zu Gedränge noch zu Wartezeiten kommt, bietet das Team nach vorheriger telefonischer Absprache unter der Nummer 04239/1209 Sonderöffnungszeiten an.  nie

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