Kirchlintler beim Drachenbootrennen in Tschechien: „Müssen noch mehr üben“

Rückkehr mit neuen Eindrücken und Muskelkater

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Traumhaft schön gelegen ist der See, auf dem das Drachenbootrennen jedes Jahr stattfindet.

Kirchlinteln - Von Hermann Meyer. Glücklich, mit neuen Eindrücken, aber auch mit leichten körperlichen Beschwerden sind die „Freunde von Letovice“ jetzt aus Tschechien zurückgekehrt. „Ja, etwas Muskelkater hab ich schon“, bestätigte Bürgermeister Wolfgang Rodewald.

Obwohl sich ihr Einsatz nicht in einer guten Platzierung niedergeschlagen hat, sind die 14 Kirchlintler zufrieden mit ihrer Leistung beim Drachenbootrennen in Letovice. In Kirchlintelns tschechischer Partnergemeinde fand am Wochenende der sechste Wettbewerb des überregionalen Spektakels statt.

Der Wunsch der Kirchlintler, ein Drachenboot mit eigener Mannschaft an den Start zu bringen, erfüllte sich dieses Mal noch nicht, Ziel bleibt es trotzdem. So wurden von den „Letovice-Freunden“ drei Mannschaften komplettiert: das Rathausboot mit der Bezeichnung „Amtsschimmel“, das Boot der Lehrer („Kantori“) und das Boot der Sozialdemokraten aus Letovice („Orange Team“).

In diesem Jahr nahmen insgesamt 59 Mannschaften am Drachenbootrennen teil. Neben 54 gemischten waren drei Frauen- und zwei Kindermannschaften dabei. Ein Drachenboot fasst 20 Ruderer, wird von einem Steuermann geleitet, und eine Trommlerin gibt den Takt an. Die Rennen über 200 und 1000 Meter fanden auf dem Stausee oberhalb von Letovice statt. Einige Tausend Schaulustige waren am Sonnabend, dem Drachbootrenntag, auf dem Gelände, das sich in die malerische Landschaft der Mährischen Karst harmonisch einfügt.

Die Kirchlintler, die in den vergangenen Wochen auf der Aller trainiert hatten, fuhren zahlreiche Rennen mit, jeder von ihnen mindestens drei über 200 Meter und eines über 1000 Meter. Eine anstrengende Angelegenheit. Alle Kirchlintler hielten gut durch, aber für eine Platzierung im oberen Drittel reichte es für keines der Boote. „Wir müssen eben einfach noch mehr üben“, hieß es seitens der Gruppe.

Vladimir Stejskal, Initiator des Rennens und Bürgermeister von Letovice, freute sich bei der Siegerehrung am Abend auf dem Festplatz der Feuerwehr: „Von den acht bis zehn Festen, die hier jedes Jahr stattfinden, waren mit Abstand heute die meisten Besucher dabei.“ Sorgte hier ein prächtiges Feuerwerk für den festlichen Rahmen, tat es eine tolle Flugschau während des Rennens über dem Stausee. Die „Freunde von Letovice“ waren sich einig, dass sie im nächsten Jahr wieder mitmachen bei dem Rennen um den Kretinka-Cup. Helmut Meyer sprach im Namen der Kirchlintler Gruppe Martina Sedlackova und Lukas Sedlacek einen großen Dank für ihre Arbeit als Dolmetscher aus.

Welchen Stellenwert die Freundschaft zwischen Letovice und Kirchlinteln hat, zeigte die Wertschätzung der Urlauber durch die Verwaltungsspitze. Bürgermeister Stejskal und sein Stellvertreter Jiri Palbuchta begrüßten und verabschiedeten die 14-köpfige Gruppe persönlich. Die Partnerschaftsurkunde zwischen beiden Kommunen wurde im Mai 2003 in der tschechischen Botschaft in Berlin unterzeichnet.

Neben der Teilnahme am Drachenbootrennen blieb noch Zeit für ein umfangreiches Besuchsprogramm. Dabei wurden die Schlösser in Letovice und Blansko, das Heimatmuseum in Horni Smrzov sowie die Brauerei Cerna Hora besichtigt.

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