Sefardische Musik aus Spanien im Mittelpunkt

Quartett Zimt bringt Mittelmeeratmosphäre in den Lintler Krug

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Zimt spielte spanische Musik im Lintler Krug.

Kirchlinteln - Einen Hauch von Mittelmeeratmosphäre brachte die Musikgruppe Zimt beim Konzert des Kultur und Fördervereins in den Lintler Krug. Mit Sängerin Inge Mandos kam zur Freude des Stammpublikums eine alte Bekannte auf die Bühne am Gibbach. Sie hatte bereits mit dem Duo Schmattes und deutsch-jiddischem Liedkabarett für beste Unterhaltung gesorgt. Diesmal stand die sefardische Musik aus Spanien im Mittelpunkt, geprägt von starken kulturellen Einflüssen der maurischen Zeit auf der iberischen Halbinsel.

Zimt mit Inge Mandos (Gesang), Andreas Hecht (Gitarre), Benjamin Stueck (Saz) und Olaf Casalich-Bauer (Percussion) spielte ein umfangreiches Repertoire aus dem gesamten Mittelmeerraum, das ganz in der Tradition der Sehnsucht, Wärme und Lebensfreude sefardischer Musik stand. Dabei lebten die Einflüsse durch diverse Lieder aus christlich-spanischer, arabisch-moslemischer und jüdischer Kultur wieder auf und vermittelten den Zuhörern die vielschichtigen Wechselspiele zwischen den unterschiedlichen Sprachen und Religionen.

Prägend für diese Musik sind die Percussions mit dem rhythmusbestimmenden Schlagwerk von Rahmentrommeln, der Darbuka, dem Cajón und Banjos, die Casalich-Bauer bestens in Szene setzte. Das schuf die gelungenen Basis für einen besonderen Gesang. Der mediterrane Sprachenwirrwarr, der mitreißende Rhythmus, beides zusammen machte die südländische Sonne spürbar. So präsentierte Mandos Liebeslieder im Schatten von Mandel- und Zitronenbäumen oder Hochzeitslieder vom Balkan auf dem Früchtefest von Sarajevo.

Das sehr gut eingespielte Quartett präsentierte ein vielseitiges Repertoire und machte dem Publikum Lust auf Mittelmeer. Die Klänge der Saiteninstrumente Saz und Gitarre brachten einen Hauch fremdländischer Musikkultur in den Lintler Krug. Gerade die anspruchsvolle Saz, gespielt von Stueck, brillierte mit großer Harmonie mit der spanischen Gitarre von Andreas Hecht. Der Künstler wandelte mit einem Gitarrenrondo auf den Spuren des andalusischen Komponisten Isaac Albéniz. Brillante sefardische Musik, endlose Gitarrenmelodien, die das Publikum für einen Moment in die Alhambra Andalusiens entführten. Ein besonderer Abend. - lee

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