Gestaltendes Element

Neue Fußgängerbrücke über den Gibbach aufgebaut

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Sind stolz auf die fertige Brücke mit Parkplatz und Kirchturmspitze im Hintergrund (von links): Robert Bottke, Lutz Westermann und Heinz Bischoff.

Kirchlinteln - Von Hermann Meyer. Eine Holzbrücke gibt dem Edeka-Gelände in der Ortsmitte Kirchlintelns seit Sonnabend ein noch prägnanteres Aussehen.

„Brücke über den Gibbach: Das Tragwerk der Brücke besteht aus verzinkten Stahlträgern mit Auflager aus Stahlbeton sowie Holzbohlen als Gehbelag. Die Brüstungen bestehen ebenfalls aus Holz.“ So ist es festgehalten in der Kurzbeschreibung der Außenanlage durch den Investor NBP, Neustädter Bauplanung Dirk Wilhelm Rahlfs, vom 18. Januar.

Als ein gestaltendes Element sollte die Brücke dienen, so hatte es der Gemeinderat als Vorgabe für den Investor beschlossen. Ein Entwurf vom Kirchlintler Zimmermeister Heinz Bischoff wurde von Rahlfs akzeptiert und jetzt realisiert.

Unbemerkt von den Kirchlintler Einwohnern wurde am Sonnabendmorgen ab 6.30 Uhr die 7,06 Meter lange Holzbrücke über den Gibbach installiert. Sie verbindet den Fuß- und Radweg an der Landesstraße 171 mit dem neuen Edeka-Markt und führt an dessen östlicher Seite weiter zur kleinen Schulstraße. Als die Kirchturmglocke 7 Uhr schlug, waren bereits beide Brüstungen mit dem firmeneigenen Montagekran angebracht und mit Eisenstreben verschraubt. „Das Holz für die Brüstung ist heimische Lärche und kommt aus der Sägerei Ottersberg-Narthauen“, sagte Bischoff. 

Installierung mit dem firmeneigenen Montagekran.

Es ist getrocknet, im Gegensatz zu den Bohlen, die vom Sägewerk Odeweg stammen. Diese sägerauen Holzbohlen, „wie sie in Österreich gang und gäbe sind“, seien rutschfester als die geriffelten, glatten Bohlen. Bei späterer Algenbildung sei dort die Rutschgefahr größer, meinte Bischoff. „Wir haben für die Bohlen ganz bewusst kein getrocknetes Holz genommen, weil bei Regen und Sonne das Holz quellen und schwinden kann“, erklärte der Zimmermeister.

Beim Quellen könnten sich die Bohlen gegenseitig hochschieben, beim Schwinden könnten die Abstände größer als die jetzigen vier Millimeter werden. Damit das Regenwasser auf den Geländeholmen ablaufen könne, seien sie abgegratet worden. Die Enden hätten zum Schluss eine Fase erhalten. Erst am Freitag war die Montage der beiden Brüstungen in der Halle der Zimmerei Bischoff abgeschlossen worden.

Frühaufsteher Otto-Werner Marquardt wird jetzt bei seiner Stickwalkingrunde immer die Brücke nutzen. „Ich gehe jeden Morgen und werde die Brücke von der Voigtei kommend für meine Acht- bis Neun-Kilometer-Touren nutzen“, freute sich der 74-Jährige. Und auch Hans-Jürgen Pegesa aus der gegenüberliegenden Straße ist voll des Lobes für das neue Bauwerk: „Ich finde die Brücke optimal für Fußgänger und Radfahrer, die so nicht die Einfahrt für die Pkws nutzen müssen.“

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