St.-Matthäus-Gemeinde besonderes Reformationserlebnis 

Kinder treffen Martin Luther bei einer Nachtwanderung

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Spiel und Spaß rund um das Thema Reformation stand für die 23 Teilnehmer auf dem Programm.

Brunsbrock - Viel erlebt haben die jungen Teilnehmer der Luthernacht der St.-Matthäus-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Brunsbrock.

Nach einigen Liedern und der Begrüßung durch Pastor Andreas Otto, empfing Dr. Johannes Eck die 23 Kinder wutentbrannt vor der Brunsbrocker Kirchentür, an der die 95 Thesen angebracht waren. Er gab ihnen einen Brief mit päpstlichem Siegel an Dr. Martin Luther mit, der sich mittlerweile in der Kirche eingefunden hatte. Freudestrahlend öffnete Luther den Brief und musste feststellen, dass der Inhalt keineswegs erfreulich war, weil der Papst ihn als Ketzer betrachtete und seine Bücher verbrennen lassen wollte.

Nach dem Abendessen im Gemeindehaus trafen die Kinder Martin Luther wieder in der Kirche an. Dieser war nun traurig und verzweifelt, weil er eine Vorladung zum Reichstag nach Worms erhalten hatte. Es schlossen sich im Gemeindehaus Aktionen an, bei denen die Lutherrose auf einer großen Plakatwand für den Familiengottesdienst gestaltet, Fragebögen gelöst, Lutherlaternen gebastelt und Spiele zum Thema gespielt wurden. Dabei wurden auch die „fünf Solas“ Gesangbuch- und Bibelversen zugeordnet.

Der Abend schloss dramatisch: Nachdem Luther für vogelfrei erklärt worden war, entschwand er in die Nacht. Die Kinder suchten ihn auf einer Nachtwanderung mit Fackeln und Laternen und trafen ihn bei Wind und Regen endlich an. Allerdings wurde er daraufhin von Unbekannten überfallen und nicht mehr gesehen.

Am nächsten Morgen trafen die Kinder und Gottesdienstbesucher den Reformator wieder in der Kirche an. Es stellte sich heraus, dass er im Auftrag des Kurfürsten gekidnappt und auf die Wartburg in Sicherheit gebracht worden war. Die Kinder gestalteten den Gottesdienst durch Gebete und Lieder, wie zum Beispiel „Nun freut euch, lieben Christen gmein“ und das umgedichtete „Go down, Martin“ mit.

Ein besonderer Dank gelte laut Pastor Otto den sechs Mitarbeitern, ohne die die Luthernacht nicht möglich gewesen wäre.

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