Kinder der Bendingbosteler Grundschule glänzen beim Plattdeutsch-Lesewettbewerb

Alte Sprache mit viel Seele

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Die Kinder haben viel geübt, sogar in den Ferien.

Bendingbostel - „Snack mol wedder platt“: Mit diesem Motto wirbt der Landschaftsverband Stade an den Schulen für diese Regionalsprache. Mit der Unterstützung der Sparkassenstiftung findet derzeit an vielen Schulen im Landkreis der 20. Lesewettbewerb mit dem Ziel statt, das Plattdeutsche zwischen Elbe und Weser nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Der Wettbewerb stößt seit vielen Jahren auch an der Lintler-Geest-Schule in Bendingbostel auf reges Interesse. Dazu begrüßte Kristina Hennies in der Aula der Grundschule neben den teilnehmenden Schülern, die schon etwas aufgeregt auf ihren Auftritt warteten, auch deren Eltern und Großeltern. Die Lehrerin hatte die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen gut vorbereitet: „Von zu Hause aus gab es allerdings kaum Vorkenntnisse und von daher mussten sich die Schüler das Plattdeutsche wie eine Fremdsprache aneignen.“

Hennies fand es prima, dass so viele Schüler mitmachen wollten, obwohl sie dafür in den Osterferien fleißig mit Eltern, Großeltern oder Nachbarn üben mussten. Dafür dankte sie allen Beteiligten ganz herzlich. Das Allerschönste sei für sie gewesen, dass die jungen Platt-Leser nicht nur Mut bewiesen, sondern auch Lernbereitschaft mitgebracht hätten. Und ganz nebenbei hätten sie sicher auch Freude an der neuen Sprache gewonnen. „Deshalb seid Ihr eigentlich schon alle Sieger.“

Dass sie sich gut vorbereitet hatten, bewiesen die Schüler beim Lesen der Geschichten. Sie trugen unterschiedliche Texte vor. Da habe es die Jury schon schwer gehabt, die Leistung zu beurteilen, aber vielfältige Texte ermöglichten den Zuhörern mehr Freude und entlockten ihnen manch ein Schmunzeln. Dabei ließe sich auch die Seele entdecken, die in der plattdeutschen Sprache stecke, so Hennies. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Jury (Gudrun Gaudig, Margund Allermann-Winkelvoss, Henning Feyen und Birgit Fitzner) entschieden hatten.

Die ersten Plätze in den dritten Klassen belegten Kevin Müller mit der Erzählung „De eensame Jung“ vor Ida Kriebitzsch („Muss un Elefant“) und Finn Rath („Spatzenvilla“). In den vierten Klassen rangierten Sophie Otto („Dat Pierd Huppdiwup“) sowie Målin Pöschke und Lennart Gerken, beide mit de „Lütt rode Hehn“ auf den ersten drei Plätzen. Sie vertreten die Schule beim Kreisentscheid.

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