Kulturkreis Lintelner Geest sucht ehrenamtliche Unterstützer

„Keiner muss Kuchen backen“

Vom Ostermarkt bis zur Lesestunde, vom Konzert bis zur Trauung: Im Müllerhaus in Brunsbrock ist immer etwas los. Klar, dass ehrenamtliche Helfer gerne gesehen sind. Foto: Zweibrück

Brunsbrock - Von Reike Raczkowski. „Es ist einfach ein toller Ort, um sich zu engagieren“, sagt Susanne Zweibrück über das Müllerhaus in Brunsbrock. „Man macht etwas Sinnvolles und hat Spaß dabei.“ Die Pressesprecherin des Kulturkreises Lintelner Geest wirbt enthusiastisch für den Verein. Der Grund: „Wir suchen Verstärkung. Wir hoffen auf weitere Ehrenamtliche, die sich einbringen wollen.“

Der Kulturkreis, der nächstes Jahr sein 25. Jubiläum feiert, organisiert im Jahresverlauf viele Veranstaltungen von der Kunstausstellung über Konzerte bis hin zu Trauungen, Spielenachmittagen und vielem mehr. Da gibt es natürlich viel zu tun. Derzeit hat der Kulturkreis circa 70 Mitglieder. „Die meisten von ihnen sind natürlich passiv und fördern den Kulturkreis mit ihrem Jahresbeitrag.“ Aktiv im Arbeitskreis sind 18 Ehrenamtliche, die sich auf verschiedene Weise engagieren.

„In der Relation zu den Mitgliederzahlen ist das natürlich schon sehr ordentlich“, findet Zweibrück, die berichtet, dass sich mittlerweile aber ein Generationsproblem abzeichne. „Wir haben einige Ehrenamtliche dabei, die über 75 Jahre alt sind. Dass da langsam einige kürzer treten wollen, ist doch klar.“ Dass 30- oder 40-Jährige meistens keine Zeit hätten, sich zu engagieren, weiß Zweibrück. „In dieser Lebensphase sind andere Dinge verständlicherweise wichtiger.“ Aber sie hofft, dass sich vielleicht einige Menschen finden, die gerade in Rente gegangen oder bei denen die Kinder frisch aus dem Haus sind. „Bei uns können sie Aufgaben finden, die ihnen liegen.“

Jeder bringe sich so ein, wie er das möchte. Wer gerne beim regelmäßig stattfindenden Frauenfrühstück leckere Kreationen beisteuern möchte, sei ebenso willkommen, wie Menschen, die Spiele-nachmittage betreuen oder in der Bücherstube aushelfen möchten. „Auch bei der Vorbereitung und Durchführung von Trauungen – allein in dem Jahr sind bereits 25 angemeldet – könnten wir Unterstützung gebrauchen.“

Zweibrück möchte potenziellen neuen Helfern direkt eine Angst nehmen: „Niemand muss Kuchen backen.“ Das sei seltsamerweise immer eine Sorge der Angesprochenen. „Das ist aber kein Problem. Kuchen für das sonntägliche Café backen bei uns nur Mitglieder, die gerne Kuchen backen. Wer da keine Lust zu hat, kann anderweitig hilfreich sein.“ Denn es gebe weitaus mehr zu tun im Kulturkreis.

Und wer neu einsteigen wolle, erfahre von den „alten Hasen“ auf jeden Fall Unterstützung. „Wir helfen uns untereinander. Was das Miteinander angeht, ist das hier ganz toll, eine wirklich schöne Gruppe.“ Auch neue Ideen seien immer willkommen. Wer mit dem Gedanken spiele, künftig ein Teil des Müllerhaus-Teams zu werden, könne eigentlich bei jeder Veranstaltung die Ehrenamtlichen ansprechen. Zum Beispiel mal sonntags, 14.30 bis 17 Uhr, ins Café kommen, ein Stück Kuchen essen und die Helfer mit Fragen löchern.

Überhaupt: einfach mal vorbeikommen. „Ich glaube manchmal, viele Geest-Bewohner wissen gar nicht so richtig, was wir hier für tolle Veranstaltungen machen. Wir haben hier manchmal so interessante Referenten oder hochkarätige Musiker zu Gast – man müsste sonst in die Großstadt fahren, um so etwas zu erleben.“ Wer noch nie eine Veranstaltung im Müllerhaus besucht habe, solle das dringend nachholen, findet Zweibrück.

Mehr Informationen

zu einem Engagement im Kulturkreis gibt es bei der Vorsitzenden Marlies Meyer, Telefon 0151/58161278, E-Mail muellerhaus@kulturkreis-lintelner-geest.de.

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