Theater im Krug feiert zehn Jahre Bühnenprogramm

Keine langweilige Jubelgala

Klar, dass Regisseur Bernd Maas auch selbst wieder mitspielt. Hier versorgt er Corinna Ueltzen (l.) und Melanie Drewes beim Blind Date mit roten Rosen.

Kirchlinteln – Ein Potpourri aus zehn Jahren Theater im Krug (Tik) erwartete die Zuschauer bei der Premiere der Schauspieltruppe vom Gibbach. Mit sieben Einaktern konnte das Publikum auf eine Zeitreise durch das Werk der Kirchlinteler Laienschauspieler unter Leitung von Regisseur Bernd Maas gehen. Der Theatermacher aus Kirchlinteln schafft es dabei mithilfe seiner Regieassistentin Tiane Fröhlich, die eigenen Stücke aus den Vorjahren neu zu interpretieren und so dem Stammpublikum einen abwechslungsreichen Abend zu verschaffen. Davon können sich nur jene überzeugen, die bereits Tickets haben: Alle Vorstellungen sind restlos ausverkauft.

Das Konzept des ganzheitlichen Genusses mit Dreigängemenü spielt ihm dabei in die Karten, weil die Episoden in sich abgeschlossen sind und die Speisen das Geschehen auf der Bühne nicht zu lange unterbrechen. Mit den Anpassungen der Stücke verhindert das Tik auch den Eindruck einer langweiligen Best-of-Jubelgala mit fleißigem Schulterklopfen.

Die glücklichen Inhaber von Karten für die zehnte Spielzeit im Krug werden wie gehabt von Stil Stein (Patrick Maas) und Schmauch (Henrik Rodewald) begrüßt. Die beiden Männer von Welt in eleganter Aufmachung werden mit dem Helikopter eingeflogen und unterhalten das Publikum bestens in gewohnter Manier mit ihren Intermezzi.

Im ersten Akt sind polizeiliche Ermittlungen im Ehebett von Ralf Böse und Daniela Schrader zu sehen, die von Johannes Niebuhr und Anneliese Schulz als pflichtbewusste Beamte vorgenommen werden. Das Vorstrafenregister aller Beteiligten wird dabei immer länger, so viel sei verraten.

Es folgt der Klassiker mit dem Festmahl zu Pfingsten samt Schwiegermutter am Tisch, die von Margret Heinze in ihrer Paraderolle gespielt wird. Der hilflose Sohn Hermann (Ralf Lüdemann) kann dem Entgleiten des Konfliktes zwischen seiner Gattin (Petra Lindhorst-Köster) und seiner Mutter nur zusehen. Nachwuchsstar Julian Maas macht als Enkel auch eine sehr gute Figur auf der Bühne.

Eine schaurige Interpretation von Loriot zum frühzeitigen Ableben eines Försters zeigt Martina Böttcher in einem eindrucksvollen Monolog mit hervorragender Textsicherheit, wodurch sie ihr Publikum vollkommen im Bann hat.

Die Weinprobe von Peter Axtmann bei Reiner Wöbse entwickelt sich zum Blind Date mit anschließender Zechprellerei.

Natürlich darf auch Büttenwarder im Rückblick des Tik nicht fehlen und Regisseur Maas lässt seine Kehle und die von Kumpel Jann Schwecke nicht trocken werden, während die beiden Dorfbewohner platt schnacken. Den Abschluss der gelungenen Vorstellung bildet die neueste Folge der Kirchlintler Schwarzwaldklinik mit vollkommen überfordertem Krankenhauspersonal.  lee

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