Karlheinz Schulze schraubt am liebsten an seinem Spitfire / Treffen in Nedden

Bastler tauschen sich bei Benzingesprächen aus

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Der Neddener liebt es, an seinen Oldies rumzubasteln.

Hohenaverbergen - Von Harald Röttjer. „Das Modell Spitfire des Herstellers Triumph hat eine überschaubare Technik. Und da es eine gut sortierte Auswahl an preisgünstigen Ersatzteilen gibt, kann man auch vieles selbst machen“, erklärt der 63-jährige Karlheinz Schulze seine Faszination für den Oldtimer des britischen Automobilherstellers. Neben diesem Roadster fährt Schulze noch einen Triumph TR 6, „mit einer anspruchsvolleren Technik“, so der Oldtimer-Fan.

Bereits als Jugendlicher bastelte der gebürtige Frankfurter gerne an Autos herum und interessierte sich für den Motorsport. In den Jahren 1969 und 1970 nahm er mit einem Kumpel in einem aufgemotzten BMW auch an Tourenwagenrennen auf dem Hockenheim- und dem Nürburgring teil. Aus beruflichen und familiären Gründen gab es viele Jahre nur das passive Interesse am Motorsport. Schulze wurde Radio- und Fernsehtechniker und lernte in Hamburg seine Frau Marion kennen.

Ende der 70er-Jahre zog die Familie nach Hohenaverbergen und etliche Jahre später riet seine Frau ihm: „Mach doch mal was mit Autos zu deinem Hobby.“ Durch einen Freund kam er auf den Spitfire, das erste Modell wurde gekauft und wenige Jahre später ein schrottiger Roadster dieser Marke. Gedacht zuerst als Ersatzteillager für den anderen Spitfire, kam ihm beim näheren Hinsehen die Idee: „Den kann man restaurieren“. Das Fahrzeug wurde komplett in Einzelteile zerlegt und wieder zusammengebaut, lediglich die Lackierarbeiten wurden in Verden erledigt.

Der erste Spitfire wurde verkauft und dafür der TR 6 erworben. Mit einem seiner beiden Fahrzeuge ist Schulze seitdem jedes Jahr im Sommer zu Treffen der Oldtimerfans unterwegs, oft gemeinsam mit seiner Frau Marion. Sie nimmt regen Anteil am Hobby ihres Mannes, hat aber ansonsten auch eine eigene Freizeitbeschäftigung: Sie strickt „Traumsocken“, Socken ganz nach den Wünschen des Kunden. Außerdem ist sie seit einiger Zeit mir ihrer eigenen Wollfärberei auf Märkten zu finden.

Vor gut drei Jahren nahm eine weitere Idee von Schulze Formen an. Er sprach einige Oldtimerfans aus der Region an und ein Treffen wurde vereinbart. Seit dieser Zeit findet jeden letzten Freitag im Monat, ab 19.30 Uhr, im Hotel Gasthaus zur Linde in Neddenaverbergen ein informatives Treffen statt – mit sogenannten „Benzingesprächen“ und Erfahrungsaustausch sowie Veranstaltungshinweisen. Zuerst waren es knapp zehn Interessierte, die zur Gemeinschaft gehören, inzwischen sind es aber schon knapp 20, unter anderem auch aus der Region Hannover und aus Bremen.

„Diese Treffen sind zwangloser Art und willkommen in unserer Interessengemeinschaft sind Fans aller Old- und Youngtimer – egal, welcher Marke“, erläutert Schulze, der diese Zusammenkünfte koordiniert. Näheres erfahren Interessierte unter Telefon 04238/1249, hier gibt auch Ehefrau Marion gerne Auskunft über ihr Hobby.

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