Kandidatin mit reichlich Know-how

Sabine Mandel aus Kükenmoor bewirbt sich als Bürgermeisterin für Kirchlinteln

Eine blonde Frau vor Bäumen lacht in die Kamera.
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Fachbereichsleiterin, Sozialpädagogin, Krimileserin, Pferdefreundin und Bürgermeisterkandidatin: Sabine Mandel stellt sich am 12. September zur Wahl.

Sie möchte Bürgermeisterin werden: Sabine Mandel, 59 Jahre alt, parteilos, Fachbereichsleiterin bei der Stadt Verden, wohnhaft in Kükenmoor, tritt in Konkurrenz zu Arne Jacobs (CDU) um das Amt des Hauptverwaltungsbeamten in Kirchlinteln. Sie hofft auf Unterstützung von SPD und Grünen, die Parteispitzen hätten ihr diese bereits signalisiert.

  • Die Kandidatin hat reichlich Verwaltungserfahrung.
  • Sie würde gerne die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde mitgestalten.
  • Gremienarbeit macht ihr viel Spaß.

Kirchlinteln –Sie habe in den vergangenen Wochen viele positive Rückmeldungen bekommen zu ihrer Entscheidung, sich am 12. September zur Wahl zu stellen, erzählt Mandel, die zum Pressetermin auf den Kirchlintler Waldspielplatz eingeladen hat. Die Diplom-Sozialpädagogin, die ursprünglich aus Nordhessen kommt, aber bereits seit 27 Jahren hier lebt, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Verdener Stadtverwaltung in verschiedenen Bereichen einen Namen gemacht.

Los ging es 1993, als sie den Bürgertreff am Hoppenkamp aufbaute und zehn Jahre leitete. Quartiersarbeit und Wohnumfeldverbesserung waren in dieser Zeit die zentralen Aufgaben. 2003 erfolgte der Schritt ins Verdener Rathaus, wo sie zunächst die Abteilung Jugend und Soziales koordinierte, später kamen der Bereich Inklusion und Integration dazu. Als 2017 die Stelle der Fachbereichsleiterin Bildung und Kultur ausgeschrieben wurde, setzte sich die erfahrene Mandel gegen ihre Mitbewerber durch. Zu ihren Verantwortlichkeiten gehören seither neben den Schulen und Kindertagesstätten zum Beispiel auch Sport- und Kulturförderung.

Viel Zuspruch für die mutige Entscheidung

Diese Woche habe sie ihren Vorgesetzten, Bürgermeister Lutz Brockmann, über ihre Kandidatur informiert. Auch den Mitarbeitern habe sie von ihren Plänen erzählt. „Die meisten waren überrascht, sie finden meine Entscheidung aber sehr mutig.“ Allerdings wüssten viele nicht so recht, ob sie ihr wirklich Erfolg wünschen sollen. „Denn dann würden sie mich als Chefin verlieren. Viele sagten, dass sie das traurig machen würde. Das hat mich schon berührt“, sagt Mandel.

Auch, wenn die Kandidatur angesichts ihrer Verwaltungskarriere nur folgerichtig erscheint: Den Gedanken, sich um das Amt der Bürgermeisterin in ihrer Heimatgemeinde zu bewerben, trage sie noch nicht lange mit sich herum. „Ich wurde vor einigen Wochen angesprochen von der SPD und den Grünen, die eine unabhängige Alternative suchten.“ Sie habe intensiv nachgedacht, mit ihrer Familie diskutiert und letztendlich die Entscheidung gefällt, sich zur Wahl zu stellen. Sie glaube, dass sie auf der Ebene des Bürgermeisters noch einmal ganz andere Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten habe.

„Dabei verstehe ich Rat und Verwaltung als Team.“ Das habe sie im Rahmen ihrer Tätigkeit gelernt, die nicht zuletzt aus Gremienarbeit bestehe. Rats- und Fachausschusssitzungen – für Sabine Mandel kein Neuland. „Ich arbeite sehr gerne mit Ratsmitgliedern zusammen und entwickle Projekte mit ihnen gemeinsam. Das macht mir viel Spaß, sonst hätte ich mich nicht beworben.“

Gemeinde Kirchlinteln sei schon sehr gut aufgestellt

Sie schätze die Gemeinde Kirchlinteln und ihre Verwaltung als „sehr gut aufgestellt“ ein. „Herr Rodewald hat in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet.“ Zur Weiterentwicklung der Kommune hätten auch viele wichtige gemeinsame Ratsentscheidungen beigetragen.

Die Themen, die die Menschen in der Gemeinde bewegen, von Radwegen bis Ritterallee, von Südlink bis Baugebieten, habe sie in den vergangenen Jahren interessiert verfolgt. Und wie steht sie persönlich zum Beispiel zur geplanten Abholzung des Waldstückes an der Ritterallee? Da will sie sich nicht festlegen. Sie könne die Gegner des Vorhabens zwar verstehen, „aber andererseits will man ja, dass sich mehr Menschen in Kirchlinteln ansiedeln.“ Und es gebe eben nicht unbegrenzt Flächen dafür. „Ich kenne zum Beispiel mehrere Kolleginnen, die gerne nach Kirchlinteln gezogen wären, aber bis heute nichts gefunden haben.“

Sie lebt mit Mann, Pferd und zwei Katzen auf einem Resthof

Sabine Mandel lebt mit ihrem Mann Andreas Nolte auf einem umgebauten Resthof in Kükenmoor. „Wir sind hier sehr nett aufgenommen worden.“ Neben dem 23 Jahre alten Wallach Castor gehören zwei Katzen zur Hofgemeinschaft. Um sich fit zu halten, läuft Mandel gern durch die Natur in der Gemeinde. Zur Arbeit fährt sie öfter von Kükenmoor bis Verden mit dem Rad. Auch im Urlaub ist sie am liebsten aktiv: Es geht zum Wandern nach Südtirol. Ansonsten verbringt sie Zeit mit Familie und Freunden – oder liest Bücher, am liebsten Krimis.

Am Sonntag stellt sich die 59-Jährige den SPD-Mitgliedern vor, nächste Woche wollen die Grünen eine Entscheidung treffen. „Ich hoffe natürlich auf eine breite Unterstützung“, sagt Mandel. Bis zum 26. Juli muss sie bei der Gemeinde Kirchlinteln außerdem mindestens 120 Unterstützerunterschriften vorlegen, um ihre Kandidatur zu legitimieren.

Jetzt muss sie sich bekannt machen

Und dann? „Dann muss ich mich bekanntmachen. Es kommt viel auf mich zu“, sagt Mandel lächelnd, die sich auf einen spannenden Wahlkampf einstellt. Der müsse sich ihrer Ansicht nach auch in den Sozialen Medien abspielen. „Facebook, Instagram, man muss heutzutage ganz aktiv auf vielen Kanälen unterwegs sein.“

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