Freitag Fotovortrag von Alfons Weis

Von Kajaktouren bis Chorgesang: Kultur- und Förderverein sucht noch Mitstreiter

Halten den Gesang in Kirchlinteln am Leben: die Sänger und Sängerinnen des Kuf-Chores. Foto: Merkle
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Halten den Gesang in Kirchlinteln am Leben: die Sänger und Sängerinnen des Kuf-Chores. (Bild bitte vergrößern)

Kirchlinteln - Sie ist die längste Kanu- und Ruderwanderfahrt der Welt und kann damit wohl als eines der letzten Abenteuer dieser Erde bezeichnet werden: Mehr als 2 500 Kilometer sind bei der Tour auf der Donau zu bewältigen. Alfons Weis aus Kirchlinteln ist einer dieser Abenteurer, der die Strecke mit dem Kajak schaffte. Freitag, am 1. Februar, um 19.30 Uhr, wird der Kirchlintler in einem Lichtbildervortrag im Lintler Krug seine Eindrücke und Erlebnisse schildern. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung des Kultur- und Fördervereins (KuFö) Kirchlinteln.

Es seien einmalige und wunderschöne Fotos zu sehen, verspricht Weis: „Die insgesamt drei Monate dauernde Tour habe ich in zwei Etappen in den Jahren 2015 und 2017 zurückgelegt.“ Die Strecke beginnt in Ingolstadt, führt über Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien und endet nach 2 516 Kilometern in Sfantu Gheorge (Rumänien) am Schwarzen Meer.

Auf die einzigartigen Fotos, die in der fast unberührten Landschaft entstanden sind, freut sich auch Bernd-Uwe Heller, Vorsitzender des 2005 gegründeten Kultur- und Fördervereins. „Die hoffentlich vielen Besucher werden fasziniert sein“, verspricht er und freut sich darüber, den Kirchlintlern solch eine interessante Veranstaltung anbieten zu können - und das bei freiem Eintritt.

Die nächste große Veranstaltung ist am Sonntag, 24. März, das Frühlingskonzert mit Gruppen und Solisten aus Kirchlinteln, wie dem Kinderchor, der Vielharmonie, den „Alten Kameraden“ und „Rolf Sievert & Friends“. Auf seinen Auftritt freut sich auch der Kuf-Chor, das jüngste „Kind“ des Vereins, der sich zurzeit mit viel Enthusiasmus auf das Frühlingskonzert vorbereitet. Mit Schwung will die neue gemischte Chorgemeinschaft den Frühling und die Besucher des Festes im Lintler Krug begrüßen.

Abenteuerlustiger Kirchlintler: Alfons Weiß (vorne) fuhr mit dem Kajak von Ingolstadt bis zum Schwarzen Meer. Freitag berichtet er im Lintler Krug darüber.

Unter dem Motto: „In Kirchlinteln stirbt der Gesang nicht aus“ fanden sich zu diesem Chor zahlreiche Frauen und Männer zusammen, die immer dienstags, von 17.45 bis 19.45 Uhr, zum Übungsabend in den Krug kommen und unter der Leitung von Svavar Sigurdsson das Liedgut einstudieren. Über weitere Männer und Frauen würde sich das Ensemble freuen. Interessierte können an den Probenabenden unverbindlich mal reinschnuppern oder sich bei der vom KuFö regelmäßig angebotenen Veranstaltung „Freies Singen“ einen Eindruck vom Chorgefühl verschaffen.

Weitere Veranstaltungen im Krug seien geplant, so Heller, beispielsweise für das zweite Halbjahr wieder eine Reihe zum Thema „Mobilität im Alter“. Diese wird moderiert von Kurt Klinger und in Kooperation mit dem Seniorenbeauftragten der Gemeinde, Hans-Rainer Strang, durchgeführt. Auch die beliebten Kuturfahrradrunden für jedermann soll es weiterhin geben.

„Würden gerne noch mehr anbieten“

„Wir würden gerne noch mehr anbieten, um dem in der Satzung genannten Ziel, den Krug mit Leben zu füllen, gerecht zu werden“, betont Heller, der vor zwei Jahren den Vorsitz des KuFös übernahm. Der Verein sei seinerzeit außerdem gegründet worden, um die Eigentümerin, die Gemeinde, bei der Restaurierung, Unterhaltung und Pflege des ortsbildprägenden, denkmalgeschützten Lintler Krugs zu unterstützen. Dafür gebe es verschiedene Gruppen.

In der Veranstaltungsgruppe, zu der er gehöre, würden alle Aktivitäten, wie beispielsweise Lesungen, Vorträge oder Konzerte, vor- und nachbereitet, erläuterte Heller. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Gemeinnützigkeit nicht gefährdet wird. In den vergangenen Jahren sei schon viel Verschiedenes versucht worden und neue Ideen seien jederzeit willkommen. Grundsätzlich müsse allerdings beachtet werden, dass alle Veranstaltungen die vereinbarte Nutzungsgebühr erwirtschaften müssen, denn auch der Verein müsse den Saal entsprechend anmieten.

Ansteigende Gagen machen Probleme

Weitere Hindernisse sind nach Worten Hellers die Kosten für ansteigende Gagen. Längerfristige Bilder-Ausstellungen seien kaum möglich, da die Räumlichkeiten nach jeder Veranstaltung wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden müssten. Alle Veranstaltungen würden von den aktiven Mitgliedern gemeinsam getragen. Dazu gehöre das komplette Programm vom Auf- und Abbau der Stühle beziehungsweise der Bühne bis hin zum Betreuen der Künstler. Auch private Feiern oder Belange der Gemeinde müssten bei der Terminierung von Veranstaltungen berücksichtigt werden.

Die aktiven Mitglieder kümmerten sich in verschiedenen Gruppen mit viel Herzblut darum, dass sich der Lintler Krug und die Außenanlagen immer in einem Top-Zustand befänden. „Natürlich können wir immer noch weitere Förderer, Helfer und Mitglieder gebrauchen“, betonte Heller abschließend. Jeder, der sich einbringen möchte, zum Beispiel auch mit individuellen neuen Ideen, sei willkommen. Besonders freuen würde sich der KuFö, wenn sich die mittlere oder jüngere Generation einbringen würde. „Unser Ziel ist es, mit einem möglichst breit gestreuten Angebot allen Bürgern der Gemeinde etwas anzubieten, damit sie den Lintler Krug als kulturelle überregionale Begegnungsstätte erleben.“

Interessierte können sich jederzeit gern an Heller wenden, unter Telefon 04236/942766 oder über die Internetseite www.kufökirchlinteln.de

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