Schüler der 7c pflanzen gemeinsam mit dem Nabu eine neue Hecke in Kirchlinteln

Junge Naturschützer in Aktion

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Bevor es ans Pflanzen ging, mussten die Schüler mit ihren Spaten erst einmal Löcher ausheben.

Kirchlinteln - Es gab richtig viel zu tun Dienstagvormittag am Alten Kohlenförder Weg in Kirchlinteln. Die Schüler der Klasse 7c hatten immerhin 100 Sträucher zu pflanzen, die zu einer stattlichen Hecke anwachsen sollen. Zu dieser Aktion hatte der Nabu Kirchlinteln die Jugendlichen eingeladen – und die machten gerne mit. „Die Arbeit macht richtig Spaß, auch wenn es ziemlich kalt ist“, erzählte Leonie Freitag, bevor sie gemeinsam mit ihrem Mitschüler Nico-Stefan Born eine Vogelbeere pflanzte.

„Nachhaltige Umwelterziehung“ – unter diesem Motto kooperiert der Nabu-Ortsverein bereits seit zehn Jahren mit der Schule am Lindhoop. Bei der aktuellen Aktion, die von der Gemeinde Kirchlinteln und vom Landkreis Verden unterstützt wird, stand die Pflanzung einer Hecke am Rande einer landwirtschaftlichen Fläche auf dem Programm.

„Wie erklären den Jugendlichen natürlich direkt vor Ort, was das Ganze eigentlich soll“, berichtet Gustav Schindler, Leiter der Nabu-Ortsgruppe Kirchlinteln. So bilde die neue Hecke zum einen einen Erosionsschutz für den Acker: „Sie bricht den Wind, der sonst die Ackerkrume wegwehen würde“, erklärte Schindler den Schülern. Zum anderen leiste die Hecke auch einen wichtigen ökologischen Beitrag: Sie biete Vögeln einen Nistplatz, Amphibien einen Rückzugsort und locke außerdem Insekten an, die wiederum bei der Bestäubung helfen würden. „Und natürlich freuen sich auch Spaziergänger über den schönen Anblick und den Duft der Blüten.“

Nico-Stefan Born und Leonie Freitag beim Einpflanzen.

Gründe genug für die Schüler, sich ordentlich ins Zeug zu legen. Mit Unterstützung ihrer Lehrerin Andrea Smidt sowie einiger Nabu-Mitglieder – neben Gustav Schindler noch Hermann Köster, Mike Rudek und Heinrich Lühmann – waren schnell die Löcher gegraben. Im Anschluss mussten die Kinder zuerst Dünger, dann die Pflanzen in die Erde bringen. Der Nabu hat sich für eine Mischung aus heimischen Sträuchern entschieden. Pfaffenhütchen, Vogelbeere, Wildrose und Hartriegel werden sich an dieser Stelle hoffentlich gut entwickeln.

Während in den ersten Jahren der Kooperation zwischen Lindhoopschule und Nabu vor allem Pflegemaßnahmen, etwa in den Moorgebieten der Gemeinde, auf dem Programm standen, hat sich das mittlerweile etwas geändert. Der Schwerpunkt wird jetzt auf gemeinsame Pflanzaktionen gelegt. Das hat einen einfachen Grund: Die Schüler können so die Aufwertung der Natur durch das Wachstum „ihrer“ Pflanzen direkt mitverfolgen. Dadurch soll auch das Gefühl geweckt werden, dass jeder Einzelne seine Umwelt aktiv verbessern kann. Und dafür lohnt es sich dann auch, ein paar Stunden Arbeit zu investieren.

rei

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