Jubiläumsfeier in Bendingbostel / „Früher gab es weniger Leistungsdruck“

„Vorzeigeschule“ als idealer Partner der Kinder gelobt

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Im Musical „Tiushi Pajoma“geht es um Freundschaft.

Bendingbostel - Weitaus länger als die 50-jährige Geschichte der Lintler-Geest-Schule in Bendingbostel, die am Sonnabend gefeiert wurde, reicht das Schulwesen der Ortschaft in die Vergangenheit zurück. Beim Jubiläumsfest in der Aula der Schule zeichnete Uschi Otten aus Berlin, gebürtige Bendingbostelerin, in einem historischen Abriss die Geschichte der Schule nach.

Die Hobbyhistorikerin hatte die Feier zum Anlass genommen, in alten Dokumenten sowie Chroniken nach Hinweisen zu forschen. In ihrem interessanten Vortrag berichtete Otten darüber, wo es im Ort früher Bildungsstätten gegeben hatte. Daneben zitierte sie aus der Chronik der Schule, in der das Leben in der Dorfschule beschrieben wurde. Auch am Nachmittag bot sich interessierten Besuchern noch mal die Gelegenheit, diesen Vortrag im kleineren Rahmen zu hören.

Ebenso interessant waren Augenzeugenberichte von zwei Lehrerinnen von der Gründung und den Anfangszeiten der Schule. Von Anfang an dabei war Renate Rosebrock, die seit etlichen Jahren im Ruhestand ist. Zwei Jahre später trat Heidi Haar ihren Dienst an und unterrichtete bis zu ihrer Pensionierung. „Die Kinder waren früher pflegeleichter, das lag wohl auch daran, dass es keinen Leistungsdruck gab und das Wort Zensurendurchschnitt ein Fremdwort war“, stellte Heidi Haar fest.

Die jüngere Lehrer-Generation war in dieser geschichtlichen Reise durch die Zeiten, die von Kristina Hennies moderiert wurde, mit Anne Hinzmann und Friedlinde Burghard vertreten. Auch ihre oft lustigen und humorvollen Anmerkungen brachten die Gäste zum Lachen. Von der seit 1995 amtierenden Schulleiterin Reinhild Hunold waren zu dieser Feierstunde auch Ulrich Dettling von der Landesschulbehörde aus Rotenburg sowie Bürgermeister Wolfgang Rodewald und der Ortsvorsteher Cord Wahlers begrüßt worden.

50 Jahre Lintler-Geest-Schule

Dettling und Rodewald hoben dabei hervor, dass die Lintler-Geest-Schule bereits zum zehnten Mal als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet worden sei. Dieser alle zwei Jahre ausgelobte Titel würdige den Einsatz der Eltern, aber auch der Lehrer und weiterer Mitarbeiter der Schule im „Grünen Klassenzimmer“. Hier werde den Schülern der Umgang mit der Natur bewusst gemacht. Aber auch andere Aktionen machten die Grundschule zu einem Ort, wo die Schüler ein gutes Fundament für ihr weiteres Leben erhielten.

Cord Wahlers betonte schließlich, dass er das Glück gehabt habe, hier seine gesamte Schulzeit zu verbringen. Er sei gerne Schüler dieser „Vorzeigeschule“ gewesen. Diese Bildungseinrichtung sei ein idealer Partner für die Kinder und die Gesellschaft, wo die Schüler mit großem Einsatz und immer neuen Ideen auf das richtige Leben vorbereitet würden. Es sei daher wichtig, diesen Standort zu sichern.

Nach einer längeren Pause stürmten die Schüler der dritten und vierten Klassen die Bühne und begeisterten das Publikum im öffentlichen Teil des Jubiläumsfestes mit dem Musical „Tiushi Pajoma“, bei dem es um eine Freundschaft zwischen Giraffen und Zebras geht. Eine große Spielfreude der Akteure prägte die Aufführung und mit lang anhaltendem Beifall honorierte das Publikum die Leistungen dieses Ensembles.

Das anschließende Schulfest mit alten und neuen Spielen auf dem Schulhof, fiel in großen Teilen den hohen Temperaturen zum Opfer, umlagert war daher der Eiswagen und in der Schulaula gab es kalte Getränke und Muffins.

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