Jeder spielt eine Hauptrolle 

Kinder studieren in Armsen plattdeutsche Sketche ein

Die motivierten Jungschauspieler (stehend v. l.) Chris Müller, Vanessa Bialek, Emilia Beuermann, Marlen Hoops, Fiene Stolte und Fabrice Schröder mit den „Großen“ (sitzend v. l.) Rieke Heemsoth, Bernd Hartendorf und Astrid Heemsoth. - Foto: Röttjer

Armsen - Mit viel Applaus ist eine besondere Theaterpremiere von einem begeisterten Publikum belohnt worden. Zuvor hatten Astrid, Rieke und Kim Heemsoth sowie Bernd Hartendorf mit sechs Nachwuchsschauspielern verschiedene Sketche einstudiert. Die jungen Akteure waren sehr engagiert bei der Sache und stellten sich einer echten Herausforderung: Gespielt wurde „op Platt“. Mit dieser Aktion hat sich der Schützenverein Armsen erstmals am Ferienprogramm der Gemeinde Kirchlinteln beteiligt.

Was passiert eigentlich, bevor ein Sketch vor Publikum aufgeführt wird? Das war die zentrale Frage, die an diesem Tag geklärt werden sollte. „Ziele dieser Aktion waren die Förderung der Gemeinschaftsarbeit sowie die Aufrechterhaltung der plattdeutschen Sprache“, erläuterte Hartendorf. Mit viel Elan sei es den Kindern gelungen, die verschiedenen Rollen mit Leben zu füllen und mit sichtbarer Spielfreude darzustellen.

Sechs Schauspieler und fünf Sketche – das sicherte jedem mindestens eine Hauptrolle zu und jeder der zehn- und elfjährigen Akteure bewies sein Talent in mindestens zwei Rollen. Obwohl einige Kinder nie zuvor plattdeutsch gesprochen und schon gar nicht gelesen hatten, waren die Hemmungen schnell überwunden. Einstudiert wurden die Sketche „Brill vergeten“ mit Fiene Stolte, Emilia Beuermann und Fabrice Schröder, „De ole Hoot“ mit Marlen Hoops, Vanessa Bialek und Fabrice Schröder, „Dat anner Been“ mit Chris Müller und Vanessa Bialek, „Billig eten“ mit Chris Müller, Vanessa Bialek und Emilia Beuermann sowie „Kritzen“ mit Marlen Hoops, Fiene Stolte, Fabrice Schröder und Emilia Beuermann.

Nicht nur am Schauspiel selbst, auch am Schminken und Verkleiden hatten die Kleinen ihre helle Freude. Ihre Kostümierung half ihnen dabei, sich in die Charaktere, die sie darstellen sollten, hineinzuversetzen.

Umso näher der Zeitpunkt rückte, ihr Talent und ihr Können den Angehörigen zu zeigen, wich die Unbefangenheit doch einem leichten Lampenfieber. Völlig unnötig, wie sich zeigte: Was die kleinen Ferienkinder mit ihrer Fantasie aus den Rollen machten, sorgte für kräftige Lacher beim elterlichen Publikum.

„Es war ein gelungener Tag ohne Langeweile“, bemerkte Hartendorf, der mit seinem Team auch für die Stärkungen an diesem langen Theatertag gesorgt hatte. - rö

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