Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Heins / Mehr als 1000 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet

Ehrungen für 60- und 50-jährige Treue

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Das Bild zeigt (v. l.): Michael Kopplin (40 Jahre), Gerd Lüdemann (Ortsbrandmeister), Willi Bruns (50 Jahre), Fritz Honemann, (60 Jahre), Frank-Peter Wiechers (Beförderung zum Hauptlöschmeister), Samuel Kruse (Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann), Hermann Meyer (60 Jahre), Holger Müller (Gemeindebrandmeister) und Hans-Hermann Fehling (Kreisbrandmeister).

Heins - Seltenen Besuch hatte die Ortsfeuerwehr Heins bei ihrer Jahreshauptversammlung. Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling zeigte sich froh, dass es sein Terminkalender zugelassen hatte, fünf seltene Ehrungen von verdienten Feuerwehrkameraden aus Heins persönlich vornehmen zu können. In seiner auf Plattdeutsch gehaltenen Laudatio ging Fehling auf zusammengerechnet 260 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrwesen ein

Für 60-jährige Treue wurden der ehemalige Ortsbrandmeister Hermann Meyer und Fritz Honemann geehrt. Zehn Jahre weniger und damit 50 Jahre sind Willi Bruns und Erwin Castens dabei, und immerhin 40 Jahre ist Michael Kopplin Feuerwehrmitglied in Heins.

Hans-Hermann Fehling betonte, dass diese Jubiläen „etwas ganz Besonderes“ seien. „So viel Identifikation mit der Feuerwehr über einen solch langen Zeitraum gibt es nicht überall“, lobte der Kreisbrandmeister und wies darauf hin, dass die Heinser Ortsfeuerwehr mit 140 Jahren die älteste Wehr in der Gemeinde Kirchlinteln ist.

Jeder der Geehrten habe seine jeweiligen Stärken in die Feuerwehrgemeinschaft eingebracht. Hermann Meyer habe von 1967 bis 1993 Führungsverantwortung in der Feuerwehr übernommen und sei rekordverdächtige 26 Jahre „Feuerwehrchef“ in Heins gewesen, zunächst als Gemeindebrandmeister und später als Ortsbrandmeister. Als Baufachleute seien Fritz Honemann und Willi Bruns insbesondere dann zur Stelle gewesen, wenn handwerkliches Geschick gefragt war, so beispielsweise bei vielen, vielen Stunden Eigenleistung beim Neubau des Feuerwehrhauses. Beim Thema Elektrik sei Michael Kopplin immer der „richtige Mann“ gewesen. Daneben sei er jahrelang für das Organisieren von Aktivitäten zur Kameradschaftspflege verantwortlich gewesen.

Als Fördermitglied habe Erwin Castens seiner „Heimatfeuerwehr“ in Heins trotz seines Wohnungswechsels nach Achim schon jahrzehntelang weiterhin die Treue gehalten. „Als es in Heins noch keine eigenen Räumlichkeiten der Feuerwehr, wie Schulungsraum et cetera gab, war die Familie Castens jahrelang in ihrer Küche Gastgeber der örtlichen Feuerwehr für Schulungen und Versammlungen“, gab Fehling zum Besten.

Gemeindebrandmeister Holger Müller hatte für zwei Heinser Blauröcke Beförderungsurkunden mitgebracht. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank-Peter Wiechers wurde zum Hauptlöschmeister befördert und der Sicherheitsbeauftragte Samuel Kruse durfte sich über seinen neuen Dienstgrad als Hauptfeuerwehrmann freuen. Beiden Beförderten gratulierte Müller zu ihrem „Karrieresprung“, verbunden mit der Erwartung an eine weitere gute Zusammenarbeit.

Ortsbrandmeister Gerd Lüdemann berichtete in seinem Jahresrückblick unter anderem davon, dass rund ein Viertel aller Heinser Einwohner zwischen 18 und 63 Jahren Mitglied in der Feuerwehr sei. Das mache ihn zwar ein wenig stolz, täusche aber nicht darüber hinweg, dass die momentan 23 Aktiven noch gut und gerne Verstärkung gebrauchen könnten. Im Hinblick auf das Einsatzgeschehen sei 2015 ein relativ ruhiges Jahr mit lediglich einem Hilfeleistungseinsatz bei einem Verkehrsunfall gewesen.

Die Feuerwehrleute seien das ganze Jahr über aktiv und hätten weit über 1000 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet.

Am Sonntag, 13. März, ist eine Wanderung in die Umgebung geplant und am Ostersamstag wird zum traditionellen Feuer eingeladen. Aus Anlass des 140-jährigen Jubiläums der Ortsfeuerwehr ist im August ein Tag der offenen Tür geplant, der von einer Projektgruppe vorbereitet werden soll. Ein Laternenumzug im Oktober soll die „Lütten im Dorf“ ansprechen.

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