Investition von mehr als 100000 Euro in eine neue Solar-Allerfähre

Schiffstaufe spätestens für Frühsommer geplant

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Der Vorstand des Heimat- & Fährvereins Otersen nach den Wahlen.

Otersen/Westen - Der Heimat- & Fährverein Otersen investiert 2016 mehr als 100.000 Euro in eine neue Solar-Allerfähre sowie in die Weiterentwicklung des Fährbetriebes. Die 20. Fährsaison startet am 1. Mai. So lauteten die wichtigsten Nachrichten auf der Jahreshauptversammlung.

Zu den Höhepunkten des Jahres 2015 zählten die Nachtwächter-Wanderung mit Jens Leska auf historischen Pfaden durch Otersen und die Feierstunde „70 Jahre Frieden“ mit der Einweihung der Gedenktafel auf dem Ehrenfriedhof am Oterser See, berichtete der Vorsitzende Günter Lühning.

„Als vollen Erfolg kann der aktive Verein die neue Fähranlegestelle und Solar-Ladestation als Ersatz für das 60 Jahre alte Bauhüttenschiff verbuchen“, betonte Lühning. Ein zwölf Meter langer, neuwertiger Bootssteg dient seit der 19. Fährsaison als Anlegestelle und Ladestation. Der umweltfreundliche Sonnenstrom wird seit Mai 2015 auf dem Dach eines modernisierten Bauwagens direkt am Allerufer produziert.

Weiterer Höhepunkt war die Beförderung von Josephine Bening als 100.000. Fährgast, die in diesem Jahr Taufpatin der neuen Solar-Allerfähre werden soll. Technikwart Karlheinz Bruns freute sich über einen optimierten Fährbetrieb. 2015 konnte der Fährverkehr ohne technische Probleme gewährleistet werden.

Bei den Vorstandswahlen wurde der zweite Vorsitzende Dietrich Kerwat aus Barnstedt ebenso einstimmig wiedergewählt wie die zweite Schriftführerin Claudia Paulik und der Beisitzer Mark Rübke. Als neue Beisitzer wurden Jens Leska und Jens Seifert in den Vereinsvorstand gewählt. Neuer Kassenprüfer ist der junge Fährmann Felix Hestermann.

Günter Lühning berichtete ausführlich über das Projekt „Neue Solar-Allerfähre sowie weitere Anlagen zur Optimierung des Fährbetriebes und der Dienstleistungen für Gäste“. „Während im Straßenverkehr Fahrzeuge zur öffentlichen Personenbeförderung oftmals schon nach fünf Jahren ersetzt werden müssen, benötigen wir jetzt in der 20. Fährsaison und nach über 100.000 Gästen eine neue Fähre, die wieder Platz für gut 20 Personen bieten soll“, berichtete Lühning. Gut 100.000 Euro wird der Verein für die nächsten Jahrzehnte in den Fährbetrieb investieren.

Durch Förderzusagen des Landkreises Verden (15.000 Euro), der beiden Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln (insgesamt 13600 Euro), der Stiftung der Kreissparkasse Verden (12.000 Euro) und der noch im Februar erwarteten EU-Förderzusage über rund 60.000 Euro ist die Gesamtfinanzierung bis auf etwa 10.000 Euro gesichert, die aus Eigenkapital und aus Spenden aufgebracht werden sollen. Spätestens im Frühsommer soll die neue Solarfähre mit einer Schiffstaufe feierlich in Dienst gestellt werden.

tl

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