Apostel-Stuhl vorgestellt

Projekt „Die Zwölf“ mit Henning Diers

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Haben sich mit dem Thema intensiv befasst: Reinhard Richter, Petra Richter, Jutta Martens, Henning Diers, Pastorin Merle Oswich und Gerd Spieckermann (v.l.) mit dem von ihnen erschaffenen Stuhl des Apostels Petrus.

Kirchlinteln - Zwölf Apostel finden in der Bibel Erwähnung. Sie stehen im Zentrum eines Projektes, das den Hasseler Künstler Henning Diers in die Kirchengemeinden der Region geführt hat. Es galt dabei, zwölf Stühle zu erschaffen, die jeweils einen der Apostel darstellen sollen. Für die St.-Petri-Kirchengemeinde in Kirchlinteln lag es natürlich nahe, sich dem Apostel Petrus anzunehmen und ein Sitzmöbel mit allen Facetten des Weggefährten von Jesus Christus zu kreieren.

„Wir haben uns lange mit Petrus beschäftigt, mit seinem Weg an der Seite von Jesus, vom Fischer zum Menschenfischer“, sagte Pastorin Merle Oswich bei der Präsentation des Werkes. In einer Art Mini-Glaubenskurs hatten sich Gemeindeglieder mit dem Apostel Petrus beschäftigt und nach Möglichkeiten gesucht, seine Eigenschaften in einem Kunstwerk ausdrücken zu können. Der Leiter des Projekts, der Künstler Henning Diers, musste die Ideen entsprechend umsetzen und daraus ein ansehnliches Exponat schaffen.

Insgesamt war er, der Anzahl der Apostel entsprechend, in zwölf Kirchengemeinden unterwegs und konnte so ein sehr vielseitiges Projekt begleiten. „Ungefähr ein Jahr war ich unterwegs. Es ging um zwölf unterschiedliche Charaktere, die wir darstellen wollten“, berichtete Diers von seiner „Tournee“ durch die Kirchen in der Umgebung.

„Wo wäre eigentlich unser Platz an der Tafel mit Jesus?“, fragte Diers, weil sich bei so vielen unterschiedlichen Charakteren ja eigentlich jeder irgendwo wiederfinden müsse.

Zwei Rückenlehnen, fünf Beine und viele kleine Details: der Petrus-Stuhl.

Der Werdegang von Petrus in allen seinen Facetten bot den Mitwirkenden viele Ideen, die in dem Kunstwerk berücksichtigt wurden. Der Rückhalt durch den Glauben und das Vertrauen in Jesus machten die Teilnehmer als wesentliche Charakterzüge des Petrus aus. Deswegen hat der Stuhl gleich zwei Lehnen für mehr Rückhalt und fünf Beine, die im Wasserbecken auf goldenen Kreuzen ihr Fundament haben. Die Kreuze sollen für die Kirche als Grundlage des Glaubens stehen. Dieses Detail ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. „Petrus’ Vertrauen in Jesus hat mich sehr beeindruckt“, schilderte Kirchenvorstand Reinhard Richter, als er den Bibeltext erläuterte, der den über das Wasser gehenden Jesus beschrieb.

Über allem wacht jedoch der Hahn, der den Zweifel im Glauben ausdrücken soll. Schließlich prophezeite Jesus dem Apostel, dass er ihn, noch ehe der Hahn krähe, dreimal verleugnen werde.

Als Symbol für Petrus’ Aufgabe als Wächter des Himmelstores liegen Schlüssel auf der Sitzfläche des Mobiliars, um zu erinnern, welch wichtige Funktion er erfüllt, die von den Teilnehmern gleichzeitig als große Bürde ausgemacht wurde.

Gerd Spieckermann erläuterte das Bild der Milchstraße auf der Sitzfläche. „Wer wir eigentlich sind im Universum, ist eine wichtige Frage.“ Das Leben des Petrus könne da vielleicht Antworten liefern, die aber jeder selber entdecken müsse. Außerdem wirkten Petra Richter, Jutta Martens, Karin Kuessner und Karin Köhler mit.

In Augenschein nehmen können alle Interessierten die zwölf Stühle in einer geplanten Ausstellung in der St.-Petri-Kirche. Allerdings sind die Stühle erst bei anderen Gemeinden auf Wanderschaft, sodass die Ausstellung in Kirchlinteln noch speziell angekündigt wird.  lee

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