Emforce arbeitet auch im Lockdown weiter: Neue Wege bei der Berufsberatung

Im Einsatz für den Corona-Jahrgang

Der Emforce-Wirtschaftspate Thomas Rixmann berichtete beim Onlineelternabend.
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Der Emforce-Wirtschaftspate Thomas Rixmann berichtete beim Onlineelternabend.

Kirchlinteln – Jugendliche und Schulabsolventen stehen in der Corona-Pandemie vor einer besonders großen Herausforderung. Trotz aller Einschränkungen in den Bildungseinrichtungen müssen die jungen Menschen die richtigen Weichen für ihre Berufsausbildung stellen. Der Verein Emforce hilft dabei den Schülern der Oberschule Am Lindhoop auch in diesen schwierigen Zeiten dabei, weil sogar im zweiten Lockdown die Arbeit konsequent weitergeführt wird.

„Es gilt bei den Jugendlichen Begehrlichkeiten zu wecken, was alles mit einer guten Berufsausbildung möglich ist“, sagte der Vereinsvorsitzende Helmut Rothermel. Denn für die Wahl eines Ausbildungsplatzes sei es jetzt schon höchste Eisenbahn. „Ich kann als Schüler nicht erst im Mai oder Juni anfangen zu suchen. Mit dem Wunschberuf wird es dann sehr schwierig, weil diese Plätze dann schon längst weg sind und nur noch genommen werden kann, was übrigbleibt“, berichtete Rothermel aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre.

Unter normalen Umständen würden die Jugendlichen auch schon früher und intensiver für die Ausbildung sensibilisiert. Allerdings können die ehrenamtlichen Wirtschaftspaten von Emforce während der Pandemie nicht in die Schulklassen, um die Oberschüler zu betreuen. Sonst werde unter anderem in Einzelgesprächen mit den zukünftigen Absolventen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. „Dadurch können die Paten relativ schnell rausfinden, wo der Schuh drückt“, so Rothermel, der sich seit Jahren selber als Pate um die Klassen kümmert. „Dieser Austausch fehlt in diesem Jahr komplett. Deswegen versuchen wir auch neue Wege zu gehen“, wies er auf die Online-Info-Veranstaltung als digitalen Elternabend hin.

In Kooperation mit Marcel Hoffmann von der Bundesagentur für Arbeit Nienburg-Verden informierte Stefan Göhring (Fachbereichsleiter Wirtschaft an der Schule Am Lindhoop) zusammen mit Vertretern von Emforce über die vielfältigen Möglichkeiten und Voraussetzungen zum Erreichen der einzelnen Schulabschlüsse, vom Hauptschulabschluss bis hin zum erweiterten Realschulabschluss. Hoffmann referierte über die diversen Angebote der Berufsbildenden Schulen Verden und über die unterschiedlichsten Wege, die gegangen werden müssen, um das angestrebte schulische Ziel zu erreichen. Emforce-Pate Thomas Rixmann zeigte die Personalanforderungen aus Sicht des Unternehmens auf. Hierbei wurde auf das Verfahren von der Bewerbung bis hin zur Entscheidung hingewiesen. Besonders die Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung aus dem Blickwinkel des Praktikers waren dabei sehr wertvoll. „Eine Bewerbung sollte interessant gestaltet sein. Sie soll den Entscheider des Unternehmens neugierig darauf machen, dass er die Bewerbung liest. Der Bewerber sollte seine Persönlichkeit hervorheben und die Bewerbung sollte gut aufgebaut sein. Das eigentliche Bewerbungsschreiben soll das Interesse wecken, mehr über die Person des Bewerbers zu erfahren“, hieß es im Vortrag. Etwas enttäuscht war Rothermel von der Beteiligung von Seite der Schüler und deren Eltern, weil eben die Onlinevariante derzeit die einzige Möglichkeit sei, Fragen zur Berufsausbildung im direkten Austausch zu beantworten.

Trotz aller Widrigkeiten in der aktuellen Situation konnte in diesem Schuljahr mit Leena Gräser eine neue Emforce-Wirtschaftspatin gefunden werden. Die Berichterstattung über Emforce in dieser Zeitung weckte das Interesse der erfolgreichen Mitarbeiterin eines Verdener Herstellers von Tiernnahrung, sodass die ehemalige Schülerin der Schule Am Lindhoop als Patin bei Emforce einstieg. Sie habe ebenfalls in einer Onlinekonferenz den Kontakt zu ihrer Klasse bereits aufgebaut und wolle den Jugendlichen wichtige Tipps zur Berufswahl geben.

„Die Paten unterstützen seit vielen Jahren die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen auf ihrem Weg in eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule“, sagte Rothermel. Die Stärkung der Persönlichkeit, die Steigerung des Selbstwertgefühls und das Aneignen richtiger Verhaltensweisen auf dem beruflichen Parkett seien dabei zentrale Ziele.

Eigentlich stünden im Februar 2021 die wegweisenden Praktika in Ausbildungsbetrieben an, aber diese fallen wegen Corona aus. Deswegen soll den Schülern mit Betriebsbesuchen zumindest ein kurzer Einblick in die Arbeitswelt vermittelt werden. Einige Firmen hätten ihre Zusage für diese kurzen Rundtouren mit Informationsgesprächen über die jeweiligen Ausbildungsberufe gegeben, ist Vorsitzende erleichtert, dass eben doch etwas möglich ist. „Über weitere Unternehmen, die bei den Besuchen mitmachen wollen, würden wir uns freuen“, sagte Rothermel. Denn auf keinen Fall sollte dieser Jahrgang durch Corona Konsequenzen für sein ganzes Berufsleben tragen müssen.  lee

Auf der Internetseite

www.emforce.de finden Schüler, Eltern und Unternehmer alle wichtigen Informationen.

Die 24-jährige ehemalige Schülerin Leena Gräser ist als Patin zurück auf ihrer alten Schule.
Lehrer Stefan Göhring unterstützt die Oberschüler auch im Coronajahr bei der Berufswahl.
Der Vorsitzende Helmut Rothermel kümmert sich selbst als langjähriger Pate um die Schüler.

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