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Kirchlintelns Hobbyhistoriker erben besondere Schätze

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Zwei Männer sitzen an einem Tisch und blättern in Dokumenten
Sie sind traurig über den Verlust ihres Vorsitzenden, aber sie wollen die Arbeit in seinem Sinne weiterführen: Hermann Meyer und Wilhelm Timme sichten im Dachgeschoss des Kapitelhauses den Nachlass von Harm Schmidt. © ZWIK

Die Zeitgeschichtliche Werkstatt im Kapitelhaus zu Wittlohe (Zwik) konnte jetzt ihren Bestand an Exponaten deutlich erweitern. Durch den plötzlichen Tod des Zwik-Vereinsvorsitzenden Harm Schmidt haben sich seine beiden Kinder entschieden, einen großen Teil seiner Bücher und Broschüren der Geschichtswerkstatt im Kapitelhaus zu überlassen.

Kirchlinteln – „Dazu kommen weitere Fotos, Dokumente, Nachlässe und Notizen, die Harm Schmidt im Zuge seiner Recherchen zur Regionalgeschichte gesammelt und aufbewahrt hat“, berichten Wilhelm Timme und Hermann Meyer, die beide zum Thema Flüchtlinge in der Gemeinde Kirchlinteln während und nach dem Zweiten Weltkrieg forschen. Sie freuen sich über den Zuwachs an historischen Dokumenten. „Wir werden im Sinne unseres verstorbenen Vereinsvorsitzenden die regionalgeschichtlichen Themen weiter bearbeiten und eine Veröffentlichung des von ihm angestoßenen Buches über die Flüchtlinge realisieren“, versprachen beide bei der Sichtung des Nachlasses.

Recherchen über das Schicksal der Flüchtlinge in der Gemeinde

Neben rund 220 Büchern und Broschüren waren im Bestand auch weitere Jahrgänge des Heimatkalenders. Bis auf den Jahrgang 1964 sind nun alle Ausgaben des Jahrbuchs für den Landkreis Verden im Kapitelhaus vorhanden – von der Erstausgabe des Jahres 1958 bis zur aktuellen Ausgabe für 2022. Dokumente über die Entnazifizierung, den Schulbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und historische britische Dokumente vom International War Museum müssen noch gesichtet werden. Für Meyer und Timme, die beide momentan an einem Buch über das Schicksal der Flüchtlinge in der Gemeinde recherchieren und aktuell mit Zeitzeugen sprechen, werden auch die neu hinzugekommenen Unterlagen in ihre Arbeit mit einbeziehen – leider ohne Harm Schmidt.  hm

Kontakt: Wer die regionalgeschichtliche Forschung in diesem oder auch anderen Bereichen unterstützen möchte, kann sich gerne telefonisch an Wilhelm Timme, 04238/ 493, oder Hermann Meyer, 04236/1397 wenden.

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