„Hier sind Schwalben willkommen“

Sehlinger Dorfgemeinschaft engagiert sich und erhält Auszeichnung vom Nabu

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Die Dorfgemeinschaft in Sehlingen setzt sich für Schwalben ein und wurde dafür vom Nabu ausgezeichnet.

Sehlingen - Schwalben fühlen sich offensichtlich wohl in Groß und Klein Sehlingen. Zu dieser Erkenntnis kamen die Bewohner der beiden Ortschaften, zählten sie im Sommer doch stolze 142 Nester in Scheunen, Stallungen, Carports und Wirtschaftsräumen. Angeregt hatten die Erfassung der Schwalben Silke Bockelmann, Birte Brüns und Wolfgang Ritz im Rahmen des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Ferienaktion „Schwalben & Dorfrallye“ animierte die Dorfjugend, die Schwalbennester zu zählen.

Als Anerkennung für ihre Schwalbenfreundlichkeit überreichte Sylke Bischoff vom Nabu Kirchlinteln an die Dorfgemeinschaft Sehlingen nun eine Urkunde inklusive der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“.

Bäuerlich geprägte Dörfer ohne Schwalben sind auch heute noch kaum vorstellbar. Ihre Rückkehr wird als Zeichen des Frühlings freudig erwartet. Sie gelten zudem als Glücksbringer, da sie durch den Verzehr von Schädlingen die Nutztiere vor Krankheiten schützen. Bis zu 250 000 Fliegen, Mücken und Blattläuse, die insgesamt ein Gewicht von ungefähr einem Kilogramm auf die Waage bringen, verfüttern die Schwalbeneltern pro Brut an die Jungvögel. Sie gelten daher zu Recht als Wegweiser für intakte und vielfältige Lebensräume. Ausreichende Nahrung finden die wendigen Insektenjäger nur in abwechslungsreicher Landschaft mit Gewässern, Wald und Wiesen. Diese Bedingungen sind offenbar in Sehlingen und der Umgebung gegeben, sodass die Rauchschwalben jedes Jahr dorthin wiederkehren und ihre alten Nester erneut besiedeln.

Bestand der Rauchschwalbe drastisch reduziert

Seit den 1960er-Jahren hat sich der Bestand der Rauchschwalbe in Niedersachsen jedoch um 75 Prozent reduziert, sodass diese Art mittlerweile in die Rote Liste aufgenommen wurde. Helfen kann man den Rauch- und Mehlschwalben, indem die alten Nester und Schlupflöcher in den Wirtschaftsgebäuden erhalten bleiben, Feldwege und Dorfplätze nicht restlos versiegelt werden und offene Stellen für Trink-, Futter- und Badeplätze erhalten bleiben. Ausreichende Insektenfauna ist für das Fortbestehen unabdingbar.

Der Nabu wünscht sich, dass sich auch andere Ortschaften an der Zählung und dem Schutz der Schwalbennester beteiligen.

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