Umbau der Dorfscheune um / Ortsvorsteher verspricht: „Wir werden feiern“

Luttumer Herzensprojekt nimmt Formen an

Ein Mann und eine Frau sind auf einer Baustelle mit Arbeiten beschäftigt, der Mann sitzt im Rollstuhl.
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Die Luttumer packen mit an: Ob Abbrucharbeiten, Kabel verlegen oder Dämmung anbringen: Bisher hat sich auf der Luttumer Baustelle für jeden Freiwilligen genügend Arbeit gefunden. Neue Gesichter sind immer willkommen. Das

Das Gebäude ist von innen kaum wiederzuerkennen, so viel hat sich in den vergangenen Monaten verändert. „Ja“, sagt Manuel Otten und blickt sich zufrieden um. „Viele Menschen haben hier viel geschafft.“ Das große Dorfprojekt, der Umbau der Luttumer Dorfscheune, geht gut voran. „Unser ältester Helfer, Robert Vix, ist 92 Jahre alt“, sagt Otten lächelnd. Für den rüstigen Senior sei es Ehrensache gewesen, mit anzupacken. Den Luttumern bedeutet dieses Projekt viel, das ist offensichtlich.

Luttum – Beim seit vielen Jahren geplanten und von den Einwohnern lang ersehnten Umbau der Scheune tritt der örtliche Heimatverein als Bauherr auf, mit Unterstützung von Feuerwehr, Schützenverein und vielen Menschen, die sich einfach einen zentralen Ort für Geselligkeit wünschen. Denn auch private Feiern werden in der Scheune möglich sein.

Der Umbau, in dessen Mittelpunkt die energetische Sanierung steht, umfasst im ersten Schritt ein Investitionsvolumen von 170 000 Euro. 100 000 Euro kommen aus dem Leader-Förderprogramm, 25 000 Euro schießt die Gemeinde Kirchlinteln dazu. Und der Rest? Wird im Verhältnis 2:1 aus Eigenleistungen und Eigenmitteln des Heimatvereins finanziert.

Dorfbewohner haben sich ins Zeug gelegt

Manuel Otten, der zweite Kassenwart des Heimatvereins, hat die Bauleitung übernommen, und zu seinen Aufgaben gehört es, die Arbeitsdienste zu koordinieren. Los ging es im Winter mit den Abrissarbeiten, wie dem Rückbau der Elektrik, dem Entfernen der alten Dämmung, der Aufnahme des alten Holzfußbodens oder dem Abbau der Emporen – alles in Eigenleistung, genau wie das Auskoffern und weitere Vorarbeiten für den Guss der Betonsohle. Nachdem die neue Decke eingebaut war, folgten die Verlegung von Kabeln, die Dämmung und Verkleidung. Zudem galt es, in Vorbereitung des Fenstereinbaus umfangreiche Maurerarbeiten zu leisten. Ein Glück, dass unter den Ehrenamtlichen auch zwei gelernte Maurer sind: „Unglaublich, was die weggeschafft haben“, sagt Otten zufrieden. Aber insgesamt hätten sich alle Helfer wahnsinnig ins Zeug gelegt, die Unterstützung aus dem Dorf sei großartig.

Weil sich die Treffen auf der Baustelle immer nach den gerade aktuellen Corona-Regeln richten mussten, sei die Koordination nicht immer einfach: Schichtsystem, Arbeiten in Zweierteams mit Maske ... „Aber es hat alles geklappt“, so Otten, dem aber eines leidtut: „Die Geselligkeit ist leider etwas zu kurz gekommen.“

Corona macht der Geselligkeit einen Strich durch die Rechnung

Wie schön wäre es gewesen, einen Arbeitsdienst mit zehn, zwanzig Helfern durchzuführen und hinterher einfach mal den Grill anzuschmeißen, eine Kiste Bier hinzustellen, und erschöpft aber glücklich noch eine Weile auf dem Dorfplatz zu sitzen und zu schnacken? „So etwas ging natürlich nicht“, bedauert der Luttumer, der sich aber darauf freut, das nachzuholen.

Ein echter Meilenstein auf der Baustelle war vor einigen Tagen der Einbau der drei Fensterelemente zur Hofseite. Denn jetzt ist auch von außen eine echte Veränderung zu sehen. Durch die Glasfront wird das Innere der Scheune mit reichlich Licht geflutet. „Wir haben uns für Wärmeschutzfenster entschieden, weil wir glauben, dass sich das auszahlen wird“, so Otten, der berichtet, dass als Nächstes die Pflasterarbeiten auf dem Hof anstünden.

Neue Helfer sind gern gesehen

Jetzt, wo die Realisierung des Herzensprojektes endlich sichtbar Formen annimmt, breitet sich bei den Luttumern spürbar Vorfreude aus. „Wir wissen natürlich nicht, wie sich das mit Corona weiter entwickelt“, sagt Ortsvorsteher Claus-Hermann Hoops, der heute ebenfalls, wie so oft, auf der Baustelle ist. Wann die Einweihung der Dorfscheune stattfinden wird, und in welchem Rahmen die Feierlichkeiten dann stattfinden können, das vermag angesichts der Pandemie derzeit noch niemand sagen. „Aber eins ist klar: Wir werden das hier auf jeden Fall gemeinsam feiern“, verspricht Hoops.

Ganz viele Informationen über den Umbau und Fotos gibt es auf http://luttum.de/Luttum/News-Dorfscheune. Wer sich ermuntert fühlt, auch bei einem Arbeitsdienst mitzuhelfen, meldet sich per E-Mail an dorfscheune@luttum.de oder per Telefon unter 0151/21263834 direkt bei Manuel Otten.

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