Großartige Stimmung beim 355. Rübenmarkt / Politiker kriegen ihr Fett weg

Kirchlintler verschwenden keinen Tropfen Bier

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Stolz recken die Marktmeister ihre neuen Bierkrüge mit persönlicher Gravur in die Höhe. Bürgermeister Wolfgang Rodewald (3.v.l.) hat sie ihnen geschenkt.

Kirchlinteln - Kaum hat er begonnen, da ist er schon wieder vorbei: der Rübenmarkt 2015. Genauso gut wie das Wetter war die Stimmung der Besucher bereits am Freitagabend bei der Eröffnung. Die Kinder zogen mit ihren Laternen durch das Dorf und so mancher Erwachsene genoss noch Stunden später die gemütliche Atmosphäre auf dem Scharnhusenplatz.

Bürgermeister Wolfgang Rodewald hatte nicht nur ein 50-Liter-Fass Bier spendiert, sondern zusätzlich jedem Marktmeister einen gläsernen Rübenmarkt-Krug. In den Deckel hatte er die Namen der Marktmeister gravieren lassen. Klar, der Vorsitzende des veranstaltenden Schützenvereins, Andreas Schwiebert, bekam auch einen ab und gemeinsam wurde als erstes auf die Eröffnung des 355. Rübenmarktes angestoßen. Auf das Anstechen des Fasses hatte Rodewald diesmal verzichtet, schließlich sei das Bier zum Trinken da und nicht zum Verspritzen.

Der Sonnabend startete mit einem Flohmarkt, und während dort noch um Preise gefeilscht wurde, füllte sich das Festzelt bereits mit den Besuchern des Rübenmarktfrühstücks. Fred Martens und Dörte Wöbse-Hogrefe moderierten gewohnt gekonnt den Vormittag, bei dem es zum guten Ton gehört, die Gäste und sich selbst aufs Korn zu nehmen. Thematisiert wurde die „Vergnügungs- und Abenteuerlust“ von Landrat Peter Bohlmann, der später vom „swatten Wilhelm“, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Hogrefe, ein Ruhekissen geschenkt bekam. Gefüllt mit beruhigenden Kräutern.

Lustreisen der Gemeinde nach Letovice, der Bahnhalt in Kirchlinteln und die rekordverdächtige Anzahl an Bürgerinitiativen waren Thema. Bohlmann und Rodewald wurden kurzerhand als Radlerlotsen ausgestattet. Dann sind sie gerüstet, falls Radfahrer mal wieder baustellenbedingt an gefährlichen Stellen die Fahrbahn wechseln müssen.

Rübenmarkt in Kirchlinteln

Der Landtagsabgeordnete Adrian Mohr bekam ein Kirchlintler Spielstättenkonzept an die Hand, falls Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Spiele bekommen sollte und er niedersächsische Austragungsorte sucht. Usain Bolt könnte den Lindhoop durchlaufen und die Olympische Flamme auf dem Luttumer Funkturm könne man auch in Dörverden noch sehen.

Plattdeutsch war an diesem Morgen Amtssprache, was den Gästen mit ihren ebenfalls unterhaltsamen Beiträgen nicht allen leicht fiel. Überrascht hat dabei Dirk Wieters, der neue Doktor im Ort. Er sorgte für das lauteste Gelächter im Saal.

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt wurde an einen Besuch der Marktmeister in Berlin erinnert und steht nun vor der schwierigen Entscheidung, ob er künftig mit der Kanzlerin Rotwein trinkt oder lieber mit seiner Rübenmarkt-Perle Dörte.

Musikalisch begleitet wurde der Vormittag vom Blasorchester des TSV Daverden unter der Leitung von Hermann Wahlers. Draußen hatte sich derweil die Marktmeile bis auf das Gelände des Krugs ausgeweitet. Gefeiert wurde der Rübenmarkt bis spät in die Nacht.

wb

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