Erstes Arbeitsgruppentreffen von Otersen und Wittlohe

Größter Wunsch: ein Dorfgemeinschaftshaus

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Ohne Niedersachsenhof-Saal, der seit Ende 2016 geschlossen ist, sind die vielfach von Otersen und Wittlohe gemeinsam getragenen Veranstaltungen im Süden der Gemeinde Kirchlinteln nicht mehr möglich. Größter Wunsch in der ersten Sitzung der Dorf-AG Otersen-Wittlohe war denn auch ein Dorfgemeinschaftshaus. Unser Bild zeigt das letzte Erntefest im Niedersachsenhof.

Otersen-Wittlohe - Mehr als 50 Einwohner aus beiden Ortschaften sorgten für eine gute Beteiligung bei der ersten Zusammenkunft der Arbeitsgruppe für Otersen und Wittlohe. Diese traf sich im Rahmen des neuen örtlichen Entwicklungsprozesses „Dorfregion von Bierde bis Wittlohe“.

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Dieter Bergstedt im voll besetzten Aller-Café in Otersen informierte Planerin Karin Bukies über Fördermöglichkeiten und die nächsten Schritte bei der Dorfentwicklung. Am Projekt beteiligt sind acht Dörfer aus drei Gemeinden in zwei Landkreisen, die durch die Landesstraße 159 und die Aller verbunden sind.

Bukies lobte in ihrem Vortrag die gemeinsamen Aktivitäten über Dorfgrenzen hinweg und nannte beispielhaft das gemeinsame Erntefest von Otersen und Wittlohe, hob aber auch den landesweit bekannten Dorfladen mit Café, die Solar-Allerfähre und die Klamottenkiste hervor. Ab 2019 können besondere Maßnahmen an Ortsbild prägenden Gebäuden gefördert werden. 

Voraussetzung ist eine Antragstellung bis zum 15. September. Bis zum Spätsommer muss auch der Dorfentwicklungsplan für alle acht Ortschaften mit einem Maßnahmenkatalog fertiggestellt werden. Die weiteren Schritte sind die Sitzungen von vier Themen-Arbeitsgruppen ab Februar, eine Rundfahrt durch alle acht Dörfer, eine Fragebogen-Aktion für die junge Generation, Maßnahme-Werkstätten und eine Info-Veranstaltung zu Förderungen.

Gemeinschaftssinn, Dorfladen und Natur besonders geschätzt

Abschließend wurden die Einwohner aktiv und beantworteten in Kleingruppen drei Fragen der Planerin Karin Bukies. „Was schätzen Sie in besonderem Maße an Ihrem Dorf?“ wollte die Planerin zuerst wissen. Die Antworten auf diese Frage sprudelten nur so aus den Einwohnern heraus. Die Top drei der Nennungen waren der ausgeprägte Gemeinschaftssinn in der Bevölkerung, der Dorfladen sowie die Natur mit Wäldern, Aller und Seen.

„Welches Ereignis ist Ihnen in besonders guter Erinnerung geblieben?“ stand als zweite Frage auf dem Zettel. Die meist genannten Antworten waren das frühere Frühlingsfest in Otersen, die Veranstaltungen an der Allerfähre, das gemeinsame Erntefest, der Bau von Dorfladen und Aller-Café, das Osterfeuer Wittlohe sowie Otersens Erfolg beim Dorfwettbewerb mit dem Bundessieg.

Dorfgemeinschaftshaus gewünscht

Die dritte Frage beschäftigte sich mit der Zukunft und den gewünschten Maßnahmen. Ganz oben auf dem Wunschzettel standen:

• Ein Dorfgemeinschaftshaus, eine Begegnungsstätte für Otersen und Wittlohe, auch für große Veranstaltungen.

• Eine Verbesserung der Radweg-Situation in der Ortsdurchfahrt und entlang der L 159 in beide Richtungen über den Lohberg bis zur L 160 und in den Heidekreis hinein.

• Verbesserungen bei Mobilfunk und Internet sowie bei Wanderwegen und den teilweise kaum noch begehbarern Wirtschaftswegen.

Über den Fortgang des Dorfentwicklungsprozesses von Bierde bis Wittlohe soll auf der Internetseite www.otersen.de fortlaufend informiert werden. - gl

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