Nicht alle Flächeneigentümer wollen verkaufen

Bahnhalt in Kirchlinteln: Gemeinde prüft Alternativen

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Vom Bahntunnel 100 Meter in die Straße „Zum neuen Lande“: Hier soll ein Alternativstandort geprüft werden.

Kirchlinteln - Mit dem Bahnhalt in Kirchlinteln geht es in letzter Zeit nicht so richtig gut voran. Der Grund: Die dafür vorgesehenen Grundstücke stehen der Gemeinde noch immer nicht zur Verfügung, weil nicht alle Eigentümer verkaufen wollen.

Die Fraktion der Grünen hatte bei der letzten Bauausschusssitzung den Antrag gestellt, Standortalternativen zum geplanten Areal am Bahnübergang Kreepener Straße zu prüfen. Das Gremium nahm diesen Antrag einstimmig an und Bürgermeister Wolfgang Rodewald sicherte zu, seitens der Verwaltung die Alternativen rechtssicher zu prüfen und noch möglichst in diesem Jahr zu einem Ergebnis kommen zu wollen.

Dabei sollen insbesondere die Prüffaktoren, die das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ursprünglich vorgeben hatte, berücksichtig werden. Denn beispielweise müsse ein „Einwohnerpotenzial“ im Radius von 1500 Metern über 2000 liegen. 

Werde diese Bedingung nicht erfüllt, wäre der Bahnhalt Kirchlinteln auch nicht mehr unter den sechs uneingeschränkt positiv bewerteten Stationen. Insgesamt stellten 38 Ortschaften den Förderantrag, dessen Bewilligung für Kirchlinteln dann mehr als fraglich sein könnte. „Ohne Förderung könnten wir als Gemeinde dieses wichtige Vorhaben nicht realisieren“, sagte Bürgermeister Rodewald.

Prüfung neuer Flächen

Zur Begründung des Antrags heißt es: „Die beiden für die Realisierung des Bahnhaltepunktes erforderlichen an die Kreepener Straße und an den Friedhof angrenzenden Grundstücke befinden sich im Privateigentum. Sie stehen der Gemeinde nach wie vor nicht komplett zur Verfügung.“ Deswegen enthält der Antrag den Vorschlag, die diagonal gegenüberliegende Fläche auf der anderen Seite der Bahnlinie zu prüfen. 

Bei Realisierung der Station an dieser Stelle müssten allerdings die Reisenden aus Kirchlinteln die Bahnstrecke zunächst queren, um in den Heidesprinter einsteigen zu können. Ein weiterer alternativer Standort, nahe der Deelsener Straße am Weg „Zum neuen Lande“ beim Bahntunnel, wurde ebenfalls vorgeschlagen.

lee

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