Gelungenes Comeback mit „De Spitzboov“

Neddens Plattsacker wieder obenauf

Auf der Suche nach dem „Spitzboov“ mussten einige Dinge geklärt werden.
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Auf der Suche nach dem „Spitzboov“ mussten einige Dinge geklärt werden.

Neddenaverbergen - Viel Beifall schon während der Vorstellungen sowie humorvolle Szenen, die zum Amüsement der Zuschauer beitrugen und ein stürmischer Applaus zum Abschluss prägten die Inszenierung des neu formierten Ensembles „Neddener Plattsnakers – reloaded“ in der Neddener Schützenhalle. Mit dem Einakter „De Spitzboov“ von Joachim Grabbe ließen die Akteure bei vielen Gästen doch Erinnerungen an das bis Mitte der 1990er Jahre erfolgreiche Theaterspiel ihrer Vorgänger wach werden.

Dieser Dank des begeisterten Publikums galt den Akteuren, die mit viel Spielwitz und Spielfreude agierten. Mit sehr viel Engagement und einem schauspielerischen Talent meisterten die Akteure ihre Aufgabe. In dieser Komödie geht es (natürlich) um die Liebe zwischen zwei jungen Leuten, die zeitweise doch schweren Prüfungen unterzogen ist. In einer Rolle des Einakters agierte Hilde Kappenberg, die als einzige über schauspielerische Erfahrung verfügte, sie war bereits Mitte der 1990er Jahre kurze Zeit in der Vorgängergruppe aktiv gewesen.

Sie gab die Rolle einer Mutter, die sich um das Glück ihrer Tochter (Imke Clasen) sorgte. Sie verdächtigte ihren künftigen Schwiegersohn (Eugen Fessler) der Kleptomanie, denn nach seinen Besuchen waren Gegenstände verschwunden. Da sie bei ihrem Mann, einem zerstreuten Professor (Stefan Jürgens) kaum Hilfe erwartete, stellte sie dem vermeintlichen Dieb eine Falle. Schließlich kommt es mit Hilfe der Hausangestellten (Marlena Kappenberg) und einer Zufallsbekanntschaft (Christof Clasen) dazu, dass der „Spitzboov“ überführt wird, aber zur Überraschung ist es nicht der Schwiegersohn.

Reichlich mit Applaus bedacht: Neddens Plattsacker.

„Öfters war nach der Auflösung der damaligen Gruppe schon mal darüber gesprochen worden, die Plattsnakers wieder zu aktivieren“, erläuterte Hilde Kappenberg, die weitere jüngere Einwohner für ihre Idee gewinnen konnte. Neben den sechs Rollen blieb noch der Part als Souffleuse, den Tina Clasen übernahm und Nikola Schmidt agierte in der Maske. Anfangs bereitete einigen Akteuren, die bisher auch nichts mit dem Laienschauspiel zu tun hatten, vor allem die Aussprache der Wörter in Platt noch leichte Schwierigkeiten. Ihre Rolle studierten sie allerdings in Platt ein und die Umsetzung auf der Bühne gelang ihnen meisterlich.

„Die Wahl des Theaterstücks fiel schnell auf einen Einakter, das schien für uns der beste Einstieg“, so Hilde Kappenberg. So nebenbei wurde nach der Bühne „gefahndet“, die aber inzwischen nicht mehr zur Verfügung stand. Die neue Bühne wurde bei Kappenbergs in einer Halle aufgebaut, hier wurde fleißig geprobt und ein Vorhang stellte der VdS (Verband deutscher Soldaten) Nedden zur Verfügung. Nachdem feststand, dass wieder Theater gespielt wurde, wuchs die Neugier der Einwohner.

Kein Platz war mehr frei, als die Gäste bei beiden Vorstellungen vom Vorsitzenden des Schützen- und Sportvereins, Volker Horstmann, begrüßt wurden. Dieser dankte den vielen Helfern, die mit ihrem Engagement ihren Anteil an diesem Erfolg hätten. Beeindruckt von der Spielfreude zeigte sich das Publikum bei beiden Vorstellungen, am Nachmittag beim traditionellen Kaffeenachmittag der Senioren und abends vor Zuschauern nicht nur aus dem Ort. Ortsvorsteher Uwe Panten dankte den Mitwirkenden für dieses „große Theater“ und hoffte auf weiteres Engagement. „Erstmal alles sacken lassen, dann sehen wir weiter“, so Hilde Kappenberg. Sie und das Ensemble sowie die Helfer freuten sich darüber, das ihr Theaterspiel so gut beim Publikum ankam.

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