Gelebte Integration mit Flüchtlingen beim TSV Lohberg

Schrauben für Zivilcourage

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Klare Ansage gegen Gewalt und Rassismus: Der Lohberger Kapitän der II. Herren, Sönke Dreyer, Tamim Mohammadi, Ali Hassan, Farid Mohammadi und Steffen Lühning, Kapitän der I. Herrenmannschaft (v.l.).

Luttum - Ein deutliches Zeichen für Integration und Zivilcourage hat jetzt der TSV Lohberg gesetzt: Der Sportverein beteiligt sich an der Aktion „Fußballvereine gegen Rechts“, einer Initiative, die bereits 2001 nach rechtsradikalen Übergriffen in Düren gegründet wurde.

Nachdem Sönke Dreyer, Kapitän der II. Herrenmannschaft, sich mit der Dürener Initiative in Verbindung gesetzt hatte, konnte nun das Schild der Aktion am Eingang zum Vereinsplatz unter dem Motto „4 Schrauben für Zivilcourage – kein Platz für Rassismus und Gewalt“ angebracht werden.

Der TSV Lohberg setzt sich nicht nur mit dem Schild für Völkerverständigung im Sport und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein. Integration und Miteinander werden auch im sportlichen Alltag gelebt. Seit Sommer spielen in der I. Herren die beiden aus Afghanistan stammenden Flüchtlinge Tamim und Farid, die in Eitze wohnen und mittlerweile auch einen Spielerpass besitzen. In den vergangenen Wochen konnten sie ihre ersten Pflichtspiele bestreiten und gehören schon fest zur Mannschaft. Auch der 18-jährige Ali, der gebürtig aus dem Sudan kommt und seit Mai diesen Jahres in Otersen lebt, trainiert fleißig bei der I. Herrenmannschaft mit. Alle drei verpassen kaum eine Einheit und wurden von der Mannschaft positiv aufgenommen.

Trotz anfänglicher Sprachbarrieren unterstützen alle Spieler und vor allem auch die Trainer die Integration der Neuzugänge. Trainer Frank Walter kümmert sich im besonderen Maße um die Flüchtlinge, sei es bei der Beschaffung von Fußballschuhen oder bei taktischen Hinweisen auf dem Platz – und die Spieler helfen durch zusätzliche Erklärungen, Fahrgemeinschaften oder sei es einfach nur durch gute Laune. „Die positive Stimmung trägt dazu bei, dass der TSV Lohberg nach 13 Spielen bereits 30 Punkte auf dem Konto hat und ein Wort im Kampf um den Aufstieg in die Kreisliga mitreden wird“, freuen sich die Verantwortlichen.

tl

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