Gruppen aus verschiedenen europäischen Ländern

Treffen in Letovice: Freunde über Grenzen hinweg

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Freundschaft geschlossen: Deutsche, polnische und tschechische Jäger vor dem Jagdhaus in Stvovolá.

Letovice/Kirchlinteln - Von Hermann Meyer. Das Miteinander über Grenzen hinweg stand im Mittelpunkt des dritten internationalen Treffens in Kirchlintelns tschechischer Partnergemeinde Letovice. Unter dem Motto „Du bist nicht alleine in Europa“ kamen Vertreter aus dem ungarischen Köbanya, dem polnischen Chelmno, dem slowakischen Vel’ké Vozokany, Kirchlinteln und Letovice für drei Tage zusammen. Bereits bestehende Freundschaften wurden vertieft und neue geschlossen. Die Kirchlintler Gruppe zeigte sich begeistert von den Ergebnissen.

Bunt gemischt war die Abordnung, die sich aus Kirchlinteln auf den Weg gemacht hatte. Das Bläsercorps der Kreisjägerschaft Verden unter Leitung von Heinz Meyer freute sich über die Begegnung mit polnischen und tschechischen Jägern. „Es war für uns etwas Besonderes, hier mitzufahren, darum haben gleich ein Dutzend Interessierte ihre Teilnahme bekundet“, sagte Meyer. Und die tschechischen Gastgeber überraschten die polnischen und deutschen Jäger. In einem Jagdhaus in der sechs Kilometer nördlich von Letovice entfernten Ortschaft Stvovolá, fand ein Treffen statt – ohne Dolmetscher. Aber die sprachlichen Probleme waren bei gutem Essen und Trinken schnell aufgehoben. „Der Grill wurde angeschmissen, und der Kühlschrank war voll“, sagte Meyer. Es gab leckere Wildspezialitäten mit viel Zwiebeln und Knoblauch auf Brot. „Die spontane Idee der Tschechen fanden wir alle sehr gut, es wurde viel gesungen und musiziert. Ein polnischer Jäger hatte ein Schifferklavier dabei.“ Eine Einladung der Polen nach Chelmno im August kommenden Jahres zum 70-jährigen Jubiläum der Gründung von Jagdgemeinschaften hat das Bläsercorps gerne angenommen.

Gut bei Stimme: Mit „Rosamunde“ eroberten die Kirchlintler Sänger die Herzen der Zuhörer. 

Aber auch den anderen Teilnehmern der rund 50-köpfigen Gruppe aus der Gemeinde wurden wieder viel geboten. Dazu gehörte der Besuch der Glasfabrik Sklárny Moravia im 24 Kilometer östlich von Letovice gelegenen Ort Úsobrono, in der Flaschen verschiedener Art produziert werden. Auch das mährische kartographische Zentrum im ehemaligen Schloss von Velké Opatovice, die Punkva-Höhlen im mährischen Karst und das Schloss in Letovice wurden besichtigt.

Die Abende klangen regelmäßig musikalisch aus. Im Kulturhaus von Letovice spielten die Musikkapellen der Partnergemeinden und sorgten für gute Stimmung. Die Kirchlintler Gruppe „Singen unter den Linden“ begeisterte mit A-cappella-Stücken. Beim Lied „Rosamunde“ sangen alle Gäste in ihren jeweiligen Landessprachen mit. Eindrucksvoll brachte das Bläsercorps mit seinen Fürst-Pless-Hörnern die Märsche zu Gehör. Krönender Schluss des Abschiedsabends war die rund 80-köpfige Kapelle mit Musikern aus Letovice, Köbanya und Vel’ké Vozokany. Die Musiker unter der Leitung von Petr Krivinka brachten mit ihren eingängigen und bekannten Liedern den Kultursaal zum Beben. Krivinka ist Dirigent der Stadtkapelle Letovice und war nach einer Operation wieder fit. Es konnte nur einmal für diesen eindrucksvollen Abend geprobt werden. Einen Auftritt dieser besonderen Art wird es wohl erst wieder in fünf Jahren geben, meinten Musikkenner.

Eine kleine Gruppe Kirchlintler unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Rodewald und seinen beiden Stellvertreterinnen Ingrid Müller und Elke Beckmann stattete der Linde am Schloss einen Besuch ab. Sie war ein Geschenk zum 80-jährigen Geburtstag Letovices. Der Baum macht sich, wie die Freundschaft zu Letovice, sehr gut, überzeugte sich die Gruppe und ließ sich davon zum Ringelreihen um den Baum inspirieren.

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