Frauenfrühstück im Müllerhaus / Vortrag über Diabetes

Ganz gezielte Ernährung

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Hatten zu Vortrag und Frühstück eingeladen (v.l.): Marlies Meyer, Grit Kracke, Anette Wöbse-Miklis, Karin Wiedemann und Hilde Schütz. Foto Röttjer

Brunsbrock - „Was und wieviel darf es wovon bitte sein?“ Das und mehr waren Themen beim Frauenfrühstück im Müllerhaus Brunsbrock. Als Gast referierte Diätassistentin und Diabetesberaterin Annette Wöbse-Miklis, unter deren fachlicher Leitung das Buffet zubereitet wurde. Unterstützung bekam sie von den ehrenamtlichen Helferinnen des Kulturkreises Lintelner Geest, Grit Kracke, Karin Wiedemann und Hilde Schütz.

Für die musikalische Umrahmung des außergewöhnlichen Frühstücks mit etlichen gesunden Zutaten war Gerd Alsleben zuständig, der für seine Tischmusik viel Lob einheimste. Danach übernahm die Referentin das Wort. „In den Medien liest man immer wieder von Diabetes mellitus als die Volkskrankheit“, so Annette Wöbse-Miklis. Richtig sei, dass etwa acht Millionen Menschen, das seien zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, an einem Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt seien.

Die Erkrankung selbst werde häufig als Nebendiagnose gestellt. „Symptome fehlten oder werden fehlgedeutet“, erläuterte Wöbse-Miklis. Es gebe verschiedene Diabetes-mellitus-Typen, die in der Entstehung und im Krankheitsverlauf sehr unterschiedlich seien, aber alle seien chronisch und die Diagnose bleibe lebenslang. Die Stoffwechselerkrankung gehe mit einem relativen oder absoluten Insulinmangel einher. Das bedeute, dass die Bauchspeicheldrüse, in der das Hormon Insulin gebildet werde, nicht ausreichend oder kein Insulin mehr produziere. Insulin ist das Hormon, das den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen einbaut.

Da zu hohe Blutzuckerwerte nicht mit Schmerzen einhergingen, werde die Diagnose häufig nicht ernst genommen. Durch die Ignoranz der erhöhten Blutzuckerwerte könnten erhebliche Folgekomplikationen auftreten. Die Referentin riet allen Betroffenen zu einem gesunden „Lifestyle“, mit viel Bewegung und gezielter Ernährung. Wenn das nicht für gute Blutzuckerwerte ausreiche, sei eine medikamentöse Therapie angezeigt. Bei einigen Menschen mit Diabetes mellitus sei aber bereits bei Diagnosestellung von vorn herein eine Insulintherapie unbedingt erforderlich. Der behandelnde Internist kläre den Patienten entsprechend auf.

Spezielle Facharztpraxen oder Kliniken, in denen Mitarbeiter Diabetesschulungen durchführen, vermittelten ein fundiertes, theoretisches und praktisches Wissen zur Selbsthilfe, um ein Leben mit dem Diabetes mellitus bewältigen zu können. „Je positiver die Einstellung zu der Krankheit ist, desto günstiger ist die Prognose zur Vermeidung von Folgeschäden“, schloss die Referetin ihren Vortrag.

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