Frauenfrühstück im Müllerhaus mit Vortag von Silke Ahrens

Von der Kunst, sich selber achtsam wahrzunehmen

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Die „Küchenfeen“ Vera Lehnert, Anette Wöbse-Miklis, Friedhilde Schütz und Griet Kracke (v.l.).

Kirchlinteln - Mehr als 50 Gäste ließen sich am Sonnabendmorgen im Müllerhaus beim schon traditionellen Frauenfrühstück verwöhnen. Nach dem Genuss der kulinarischen Leckereien sprach Silke Ahrens aus Holtum (Geest) zum Thema „Resilienz – Selbstmitgefühl. Wie sich Trost trainieren lässt“.

Am Buffet hatte das Serviceteam des Frauenfrühstücks mit Annette Wöbse-Miklis, Friedhilde Schütz, Griet Kracke und Vera Lehnert eine große Palette an regionalen und internationalen Delikatessen offeriert. Die „Küchenfeen“ probieren dabei immer wieder neue Rezepte aus, greifen aber ebenso auf Bewährtes zurück. So konnten sich die Gäste an selbst zubereiteten Salaten, Fisch-, Käse- und Wurstplatten, verschiedenen Sorten an Brot und Getränken sowie leckeren Desserts gütlich halten. Dazu unterhielt der „Quotenmann“ Gert Alsleben die Gäste am Klavier.

Seit etlichen Jahren organisiert die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Kirchlinteln, Marlies Meyer, in Kooperation mit dem Kulturkreis Lintelner Geest im historischen Ambiente des Müllerhauses in Brunsbrock dieses Frühstück. Sie begrüßte die Gäste herzlich, bevor Ahrens, im Hauptberuf Trauerrednerin und -begleiterin, das Konzept der Freiburger Psychologin Lisa Lyssenko vorstellte.

Ein Artikel, den sie im Frühjahr gelesen habe, habe sie auf das Konzept der Psychologin aufmerksam gemacht, erläuterte Silke Ahrens. Dabei sei Resilienz kein neuer Begriff. Sie werde als ein „Steh-auf-Männchen“-Effekt beschrieben, als das Immunsystem der Seele oder die psychische Fähigkeit des Widerstands, so Ahrens weiter.

Frauenfrühstück in Brunsbrock

Ein kleinerer Teil der Resilienz-Faktoren sei angeboren; die meisten entwickelten sich im Laufe des Lebens zwischen Individuum und Umwelt. Definiert werde sie als die Fähigkeit, schwierige Umstände und Krisen erfolgreich zu meistern. So sei Resilienz ein Teil jeder Therapie und des Coachings.

Hier gehe es um die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der eigenen Stabilität und den richtigen Umgang mit Belastungen oder traumatischen Erlebnissen, so Ahrens. Daraus habe Lyssenko den Begriff des Selbstmitgefühls entwickelt, das sie so beschreibe: sich selbst einer wohlwollenden Zuwendung hingeben und bedingungslose Wertschätzung entgegen bringen. Es gelte, die eigenen Gefühle achtsam wahrzunehmen und eine Motivation zu entwickeln, das eigene Leid zu mindern.

Aber es sei nach Lyssenko auch wichtig, die eigenen Ressourcen und Grenzen im Blick zu behalten, betonte Ahrens. Dazu zähle die Akzeptanz, ein Mensch mit Stärken und Schwächen zu sein, ebenso wie das Wissen um die Schattenseiten des Lebens und die Verbundenheit mit Menschen.

Ahrens forderte die gebannt zuhörenden Frauen auf, mit diesen Gedanken nach Hause zu gehen: „Aber lassen Sie die Gedanken hier, die Sie nicht mitnehmen möchten! Sortieren Sie also – seien Sie aktiv. Es gibt für Sie nichts zu verlieren – nur zu gewinnen.“

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