„Forschen mit Kalle“ in der Kita unter den Buchen

Am Ende strahlen nicht nur die kleinen Lämpchen

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Blick in die Schatzkammer: Durch eine Öffnung im Schuhkarton ist die beleuchtete Truhe zu sehen.

Kirchlinteln - Hochkonzentriert arbeiten die drei Kinder aus der Blaumeisengruppe an ihrem Projekt. Ganz leise ist es in der Werkstatt, denn schließlich wollen alle einen besonders schönen Leuchtturm – oder eine kleine Schatzkiste bauen.

Bei „Forschen mit Kalle“ haben alle ihren Spaß – auch Karl-Heinz Berger selbst, der das Projekt in der Kirchlintler Kita unter den Buchen seit eineinhalb Jahren ehrenamtlich anbietet. Der ehemalige Lehrer, der früher vor allem Naturwissenschaften unterrichtet hat, ist bei den Kindern sichtlich beliebt und immer schnell von seinen kleinen „Forschern“ umschwärmt. Ihnen bringt er auf kindgerechte Weise naturwissenschaftliche Themen näher, zum Beispiel geht es um Magnete, Stromkreise, Licht oder Bäume. Die Kinder machen Experimente, es wird zum jeweiligen Thema gebastelt oder gespielt.

„Alles ganz freiwillig“, so Karl-Heinz Berger, den in der Kita alle Kalle nennen. „Alle Kinder dürfen mitmachen.“ Allerdings, und das sei ihm wichtig, werde immer nur jeweils in Dreiergruppen gearbeitet. „So kann ich jedes Kind und seine Persönlichkeit würdigen. Es kann in Ruhe gearbeitet werden, das genießen wir alle, die Kinder und ich.“ Die Inspirationen für sein Projekt kämen oft aus der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Nach den Experimenten oder beim Basteln kämen oftmals Fragen bei den Kindern auf. „Zum Beispiel wollen sie wissen, woher das Licht kommt, oder wie Magneten funktionieren“, so Berger. Diese Neugier zu wecken sei ein besonderer Zweck seines Projektes. „Das wichtigste ist, dass die Kinder Spaß haben. Und wenn dann bei einigen auch noch Neugier aufkommt, wenn sie mehr zum Thema wissen wollen – perfekt“, so der 64-Jährige, der die Fragen der Kinder natürlich gerne beantwortet.

Direkt nach seiner Pensionierung ist Berger in der Kita vorstellig geworden. Dort hat man sich über das ehrenamtliche Engagement des Pensionärs sehr gefreut. „Die Kinder lieben sein Angebot“, erzählt Bianca Mass, Vorsitzende des Fördervereins der Einrichtung. „Deswegen unterstützen wir die Finanzierung der benötigten Materialien auch sehr gerne. Damit auch wirklich alle Kinder die Möglichkeit haben, dieses tolle Angebot wahrzunehmen.“ Mittlerweile ist „Forschen mit Kalle“ aus der Kita nicht mehr wegzudenken. Besonders gefreut habe sich Berger, der direkt gegenüber der Einrichtung wohnt, als an seinem Geburtstag eine Abordnung von Kindergartenkindern vor seiner Tür gestanden und ihm ein Ständchen gesungen habe. „Da hätte ich fast ein Tränchen verdrückt.“

Voller Stolz durften die Kinder der Blaumeisengruppe ihre Ergebnisse aus dem jüngsten Kalle-Projekt mit nach Hause nehmen. Es ging um Stromkreise und die einen bauten kunterbunte Leuchttürme, die am Ende tatsächlich erstrahlten. Die anderen bastelten kleine „Schatzkammern“ in Schuhkartons. Als alles fertig war, konnten sie durch eine kleine Öffnung hineinschauen und sahen eine leuchtende Schatztruhe. Da erstrahlten nicht nur die kleinen, in den Bastelarbeiten verbauten Lämpchen. Sondern auch die Kinderaugen.

rei

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