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Landkreis Verden verliert keine Zeit: Kirchlintler Sporthalle wird zur Sammelunterkunft

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Trennwände unterteilen eine Turnhalle in verschiedene Abschnitte
Die Kirchlintler Halle wurde vom Landkreis Verden mit der Unterstützung des THW in Windeseile zu einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge umgebaut. Weder die Schule noch die Sportvereine hätten sich quer gestellt, freut sich die Kirchlintler Gemeindeverwaltung. © Gemeinde Kirchlinteln

Auch im Landkreis Verden reißt der Zustrom von Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, nicht ab. Neben den bereits bestehenden Sammelunterkünften hat der Landkreis Verden nun auch die Sporthalle der Oberschule in Kirchlinteln als Sammelunterkunft für circa 60 Geflüchtete hergerichtet.

Kirchlinteln – Hartmut Janke vom Landkreis Verden führte Schulleiterin Anne Grube, Flüchtlingskoordinatorin Heike Fischer-Martius, Hausmeister Michael Desens und Frank Weiberg, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, durch die Räumlichkeiten an der Schulstraße. „Die Unterkunft haben wir mit der Unterstützung des THW in Windeseile errichtet“, erklärt Janke, der beim Landkreis für die Errichtung der Notunterkünfte zuständig ist und sich kurz danach zur nächsten Baustelle verabschiedete: „Ich mache im Moment 15 Stunden am Tag nichts anderes.“

Helfer mögen bitte nicht auf eigene Faust zur Unterkunft kommen

Von einer enormen Hilfsbereitschaft weiß die ehrenamtliche Flüchtlingskoordinatorin Heike Fischer-Martius zu berichten, die eindringlich darum bittet, „nicht auf eigene Faust zur Sammelunterkunft zu kommen und Spenden abzugeben oder Hilfe anzubieten. Die Menschen haben Krieg und Flucht hinter sich und müssen nun erst mal ankommen und das Erlebte verarbeiten.“ Wenn Sachspenden oder Hilfe gebraucht werden, werde die Gemeinde dieses bekanntmachen.

„Wir werden als Gesellschaft in den nächsten Monaten noch viel leisten müssen“, ergänzt Weiberg in einer Pressemitteilung der Gemeinde und zeigt sich darin überzeugt, dass die aktuelle Hilfsbereitschaft kein Strohfeuer ist: „Die Kirchlintler haben bereits oft bewiesen, dass ihre Hilfsbereitschaft einen langen Atem hat.“

Dank der Gemeinde geht an den Kreis, an die Vereine und an die Bürger

Weiberg, der wegen der Anmeldung, Unterbringung und Betreuung der geflüchteten Menschen, täglich mit der Kreisverwaltung zu tun hat, lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Behörde: „Was der Landkreis Verden im Moment leistet, ist in jeder Hinsicht beeindruckend im Hinblick auf Unterbringung, Betreuung und Verpflegung.“

Sein Dank geht dabei auch an die Sportvereine, die ohne Murren den Spiel- und Trainingsbetrieb in der Sporthalle eingestellt und überdies noch ihre Hilfe bei der Betreuung und Integration angeboten haben, und auch an zahllose andere Menschen aus der Heidegemeinde: „Die Menschlichkeit und Nächstenliebe, die wir hier zurzeit erleben, ist unglaublich.“

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