Wetter-Prognose: Kirchlinteln bildet Krisenstab

Flexibel: Feuerwehr fährt Schneepflug

 Florian Noss, Frank Weiberg, Malte Schröck, Stefan Schulz und Wolfgang Rodewald (v.l.) von der Gemeinde Kirchlinteln vor dem Traktor samt Schneeschaufel.
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Sehen die Gemeinde Kirchlinteln gut auf den Schnee vorbereitet: Florian Noss, Frank Weiberg, Malte Schröck, Stefan Schulz und Wolfgang Rodewald (v.l.).

Die Gemeinde Kirchlinteln hat sich auf die angekündigten Schneefälle vorbereitet und einen Krisenstab gebildet. Dieser soll Maßnahmen organisieren, Abläufe festlegen und mit den Hilfsorganisationen abstimmen. Verwaltungschef Wolfgang Rodewald appelliert an die Einwohner, Wege und die Zufahrten des eigenen Grundstücks nutz- beziehungsweise befahrbar zu halten.

  • Die Gemeinde Kirchlinteln hat angesichts der angekündigten Schneefälle einen Krisenstab gebildet.

Kirchlinteln – Die ländliche Gemeinde Kirchlinteln hat sich auf die für dieses Wochenende angekündigten Schneefälle vorbereitet. Innerhalb der Rathausverwaltung wurde ein Krisenstab gebildet, um etwaige Maßnahmen zu organisieren, Abläufe festzulegen und mit den Hilfsorganisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem Gemeindebrandmeister Holger Müller abzustimmen.

Einzelne Straßen bei extremem Schneefall nicht passierbar

„Verschiedene Wettermodelle prognostizieren für das kommende Wochenende erhebliche Schneemengen auch für den Raum Verden. Der Winterdienst in der Gemeinde Kirchlinteln wird durch Mitarbeiter des Bauhofes und freiwillige Helfer, die in der Regel mit landwirtschaftlichem Gerät die Straßen räumen, durchgeführt. Die Gemeinde hat den Personaleinsatz für den Winterdienst der nächsten Tage erheblich aufgestockt, und auch die freiwilligen Helfer sind gut vorbereitet“, erläutert Kämmerer Frank Weiberg in einer Pressemitteilung. „Wir können jedoch nicht überall gleichzeitig sein“, erklärt Bauamtsleiter Malte Schröck und bittet um Verständnis, „dass es bei extremem Schneefall durchaus vorkommen kann, dass einzelne Straßen zum Beispiel durch Schneeverwehungen nicht passierbar sind“.

Ortsfeuerwehr unterstützt den Rettungsdienst und Bauhofmitarbeiter

Für diesen Fall habe man in der Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit der Rettungsleitstelle des Landkreises und dem Gemeindebrandmeister verschiedene Szenarien erarbeitet. „Sollte beispielsweise der Rettungsdienst aufgrund nicht passierbarer Straßen Schwierigkeiten haben, zum Patienten zu gelangen, wird die Ortsfeuerwehr Kirchlinteln alarmiert und mit dem Winterdienstfahrzeug des Bauhofes vorwegfahren“, erläutert Bürgermeister Wolfgang Rodewald.

„Hierzu werden kurzfristig Kameraden durch Bauhofmitarbeiter in die Nutzung des Winterdienstfahrzeuges eingewiesen. Für diese Einsatzbereitschaft und Flexibilität der Bauhofkollegen und Feuerwehrkameraden sind wir alle sehr dankbar“, so der Bürgermeister.

Sehr hilfreich bei dieser Regelung ist, dass der stellvertretende Ortsbrandmeister Florian Noss beruflich für den Bauhof der Gemeinde Kirchlinteln tätig ist. Sollten die Wetterprognosen eintreffen, ist er am Wochenende in doppelter Funktion im Einsatz. Somit sollte bei einem gesundheitlichen Notfall trotz drohender Beeinträchtigungen wie Schneeverwehungen und Eisglätte nicht gezögert werden, den Rettungsdienst über die bekannte Notrufnummer 112 zu alarmieren.

Einwohner sollten Wege und Zufahrten räumen

Gleichzeitig appelliert Verwaltungschef Rodewald an die Einwohner der Gemeinde, die Wege und auch die Zufahrten des eigenen Grundstücks nutz- beziehungsweise befahrbar zu halten: „Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr müssen im Notfall nicht nur vor das Grundstück, sondern auch zum beziehungsweise in das Haus kommen können“, erinnert er.

Weiter bittet die Gemeinde, wenn irgend möglich, keine Fahrzeuge auf der Straße zu parken. „Wenn wir dort Schnee schieben, können die Fahrzeuge zugeschoben werden. Außerdem erleben wir es immer wieder, dass unsere Räumfahrzeuge Engstellen durch parkende Autos nicht befahren können oder behindert werden“, sagt Bauamtsleiter Schröck.

Auf schlechte Straßenverhältnisse einstellen

Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, sich bei starkem Schneefall auf schlechte Straßenverhältnisse einzustellen und sich gegenseitig beim Räumdienst zu unterstützen. „Bei solchen Großwetterlagen kann es vorkommen, dass eine Zufahrt oder der Eingangsbereich eines Grundstückes zugeschoben wird, dies passiert nicht absichtlich, sondern ist dem zeitlichen Druck geschuldet“, erklärt Malte Schröck. Auch in solchen Fällen bittet die Gemeindeverwaltung darum, sich gegenseitig zu unterstützen.

Straßenräumung im Schichtbetrieb nach festgelegter Prioritätenliste

Die Ausrüstung des Bauhofs mit dem großen Traktor samt bulliger Schneeschaufel ist auf jeden Fall vorbereitet, um im Schichtbetrieb ab den frühen Morgenstunden nach einer festgelegten Prioritätenliste die Straßen zu räumen. Dabei stehen beispielsweise Zu- und Abfahrten zu den vielen Ortfeuerwehren natürlich weit oben, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

In doppelter Funktion im Einsatz: Bauhofmitarbeiter und stellvertretender Ortsbrandmeister Florian Noss schwingt sich bei Bedarf auf den zum Schneepflug umgerüsteten Bauhoftraktor und schmeißt den Salzstreuer an.

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