Enthüllung des Steins anlässlich des 700-jährigen Bestehens von Hohenaverbergen

Ein Findling als Zeitzeugnis

Wegen Corona gab es eine deutlich abgespeckte Feier (v.l.): Wolfgang Rodewald, Gerd Heemsoth und Birgit Söhn. Foto: Röttjer

Hohenaverbergen – „Es war eine gute Wahl, einen Findling als Zeitzeugnis für das 700-jährige Bestehen der Ortschaft Hohenaverbergen auszusuchen“, lobte Bürgermeister Wolfgang Rodewald die Hohener Dorfgemeinschaftbei der Enthüllung des Gedenksteins. Landwirte des Ortes hatten die Idee gehabt, dass dieses Ereignis in der Zukunft als bleibende Erinnerung Bestand haben solle. Sie beschlossen, einen Gedenkstein zu organisieren und waren recht bald erfolgreich.

Bis es zur Enthüllung kam, waren noch etliche Hürden zu nehmen, die größte Herausforderung war zum Schluss noch das Coronavirus. Der Lockdown im März verhinderte die Anfang Mai geplante große Jubiläumsfeier, die auf das kommende Jahr verschoben wurde. Aber es gelang der AG Dorfjubiläum, mit der Enthüllung sowie der in Kürze anstehenden Eröffnung des Milchkannenweges noch zwei weitere kleinere Feierstunden für das Jubiläumsjahr zu terminieren.

Sichtlich erfreut und erleichtert zeigte sich die Ortsvorsteherin Birgit Söhn, die die erste Feierstunde im Jubiläumsjahr eröffnete. Sie begrüßte neben Bürgermeister Wolfgang Rodewald auch einige Einwohner des Ortes, die als interessierte Zeitzeugen bei der Enthüllung dabei sein wollten; verbunden mit dem obligatorischen Hinweis, die Vorgaben aus der Abstandsregelung zu beachten. „Im Herbst 2017 begannen wir mit den Planungen für das Jubiläum, erarbeiteten ein Konzept, bei dem die Enthüllung des Gedenksteins eine wichtige Rolle spielte“, so Söhn. Bis Ende Februar sei alles auf den Weg gebracht worden, aber das Virus und der Lockdown hätten alles verändert.

Dank des Engagements vieler Helfer und der Unterstützung von allen Seiten könne jetzt der Gedenkstein enthüllt werden, lobte Söhn, die kurz die Entwicklung von der Idee bis zur Realisation skizzierte. Nachdem der Findling zwischengelagert worden sei, habe die Suche nach einem Standort begonnen. Trotz unterschiedlicher Meinungen sei ein Konsens gefunden worden. Einig seien sich die meisten gewesen, dass der Stein bei einer Ortsdurchfahrt sichtbar sein und angestrahlt werden sollte. So sei die Entscheidung für den aktuellen Standort in Höhe der Einmündung der Hohener Dorfstraße in die L 160 gegenüber der Gaststätte Drommelbeck gefallen.

Die Landesstraßenbehörde habe zuerst noch Einwände vorgebracht, aber nach etlichen Gesprächen die Erlaubnis erteilt, so Söhn. Die nächste Herausforderung sei gewesen, den 3,5 Tonnen schweren Stein zu transportieren. Diese Aufgabe sei dank der Initiative und dem Einsatz der Landwirte sowie von Fachleuten gemeistert worden. Versteckt hinter einem Bauzaun habe der Steinmetz mit der Beschriftung des Findlings begonnen und die Gravur nach einer Skizze von Gerd Heemsoth umgesetzt. Dieser habe den Text gesetzt und das Dorflogo überarbeitet. Schließlich sei der Einbau der Strahler und Kabel erfolgt.

„Jetzt wissen in 700 Jahren die Menschen, die diesen Stein sehen, dass hier in 2020 etwas stattgefunden haben muss“, so Rodewald. Er zeigte sich überzeugt, dass Hohen auch Generationen später zu den besonders schönen Orten der Region zählen werde: „Der Tag zum Feiern dieses Dorfjubiläums in einer großen Runde wird noch kommen.“

Nachdem Gerd Heemsoth den Gedenkstein enthüllt hatte, schloss Birgit Söhn die Feierstunde mit den Worten: „Nach 700 Jahren ist unser Dorf Hohen immer noch sehr attraktiv sowie lebens- und liebenswert“.  rö

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