Halbjahresprogramm für das Müllerhaus

Kulturkreis Lintelner Geest: Vom Filzkurs bis zur Trauung

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Volles Programm: Pressewartin Susanne Zweibrück stellt den Kulturkreis-Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr vor.

Brunsbrock - Ob charmante Märkte, spannende Lesungen, inspirierende Ausstellungen, informative Vorträge oder lehrreiche Workshops - im Müllerhaus ist auch in diesem Jahr wieder ordentlich was los. Die Ehrenamtlichen im Kulturkreis Lintelner Geest haben ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das Leben in das idyllisch neben der Schmomühle gelegene Gebäude bringt.

Es solle möglichst für jeden Geschmack etwas dabei sein, berichtet Pressewartin Susanne Zweibrück, die einen Einblick ins erste Veranstaltungshalbjahr gibt. „Im Bereich der Ausstellungen sorgt unser Mitglied Mike Rudek dafür, dass es nie langweilig wird.“ So zeige demnächst eine Marionettenkünstlerin außergewöhnliche Fotos ihrer Puppen. Auch soll in diesem Jahr erneut ein ganz junger Künstler die Chance bekommen, seine Werke im Müllerhaus auszustellen. Darauf lege Rudek, ehemaliger Kunstlehrer, großen Wert.

Ein Selbstläufer bei den Veranstaltungen sei seit vielen Jahren das Frauenfrühstück, das Kirchlintelns ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Marlies Meyer weiterhin inhaltlich organisiert, während Annette Wöbse-Miklis und ihr Team für kulinarische Hochgenüsse sorgen. „Die Themen bleiben spannend“, so Zweibrück. So referiert am Samstag, 23. Februar, Prof. Dr. Susanne Schunter-Kleemann unter dem Titel „1968 - Die Revolte in der Revolte“ über die damalige Frauenbewegung.

Idyllisch: Das Müllerhaus bietet für viele Veranstaltungen den richtigen Rahmen.

Für Freunde von Büchern bietet das Müllerhaus mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, ihre Leidenschaft auszuleben. „Gretel Frieg kümmert sich um unsere Bücherstube, die richtig gemütlich geworden ist“, so Zweibrück. Es werden auch wieder Bücherspenden angenommen. Damit nicht schon nach kurzer Zeit wieder Chaos herrscht, sollte aber unter Telefon 04237/943176 ein Termin für die Anlieferung vereinbart werden. Verschiedene Lesungen locken in diesem Jahr nach Brunsbrock. 

„Die ganz bekannten Autoren nehmen alle viel Honorar, das können wir nicht finanzieren“, erklärt die Pressewartin. Doch habe der Kulturkreis aus der Not eine Tugend gemacht und konzentriere sich nun vor allem auf regionale Autoren, deren Werke aber ebenso spannend seien. Marita Ahrens habe mehrere interessante Veranstaltungen organisiert. Als nächstes, am Sonntag, 20. Januar, liest Jutta Michels aus ihrem historischen Roman „Pfingstfeuer“ - nach einer wahren Begebenheit aus Ahausen bei Rotenburg. 

Am Sonntag, 10. Februar, teilt Uwe Panten aus Neddenaverbergen seine Erinnerungen an Indien mit den Zuhörern, und am Sonntag, 10. März, liest der Verdener Uwe Spannhake aus seinem Buch „Aus dem Leben“. Und dann gibt es noch den Literaturkreis: „Die Teilnehmer lesen zuhause ein festgelegtes Buch und treffen sich dann hier im Müllerhaus, um über ihre Eindrücke zu sprechen“, erklärt Zweibrück.

Das Thema Gesundheit wird auch in diesem Jahr beleuchtet. So bietet Heike Mengel am Samstag, 9. Februar, ein Tagesseminar unter dem Titel „Wechseljahre = Wandeljahre“ an und im März eines ihrer beliebten Fastenseminare.

Die zahlreichen Kräuterveranstaltungen, die Susanne Zweibrück gemeinsam mit Dagmar Kräft seit einigen Jahren in Brunsbrock veranstaltet, soll es zwar weiterhin geben, allerdings nicht mehr ganz so oft wie bisher. „Die Organisation der Seminare hat in unser beider Leben einen so großen Raum eingenommen, dass wir das Ganze jetzt etwas reduzieren wollen.“ Die Abendveranstaltungen sollen demnach nur noch viermal im Jahr, jeweils einmal zu jeder Jahreszeit, und die Tagesseminare nur noch zwei- bis dreimal im Jahr stattfinden.

Informative Vorträge sorgen zwischendurch immer wieder für Input. Der Nabu lädt für Mittwoch, 20. Februar, zum Thema „Bodenbrüter“ ein und am Mittwoch, 20. März heißt es „Der Wald“. Der nächste „Brunsbrocker Abend“ der SELK findet am Dienstag, 19. März, statt. „Good News in a Fake New World“ ist der Titel des Vortrags mit Diskussion von Prof. Dr. Christian Neddens. „Spannend finde ich auch das Thema des Vortrags, den Klaus Merkle am Sonntag, 24. Februar, halten wird“, so Zweibrück. Unter dem Titel „Royale Spuren“ beleuchtet der Kirchlintler die Überbleibsel des ehemaligen Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg in der Region.

Musikalisch wird es dann am Sonntag, 17. März, wenn Margitta Ludwigs und ihr Gitarrenensemble zu Gast sind. Zu hören gibt es „eine bunte Ohrwurmmischung“.

Klar, dass auch wieder die beliebten Märkte stattfinden: Am Sonntag, 31. März, lockt der Frühlings- und Ostermarkt, den Jutta Martens seit vielen Jahren organisiert. Und am Wochenende 19. und 20. Oktober sind alle Interessierten beim Kunsthandwerkermarkt willkommen, den Christine Luhn und Heidrun Mössner vorbereiten.

Kreative können sich bei Filzkursen austoben, die Jutta Görg-Herm im Mai und September anbietet. Wer sein Englisch auffrischen will, ist immer donnerstags, von 16 bis 17.30 Uhr, in einem Kurs in lockerer Atmosphäre willkommen. Und seit Kurzem treffen sich Gleichgesinnte, um sonntagnachmittags (das nächste Mal am 27. Januar und 10. Februar) in der Bücherstube Gesellschaftsspiele zu spielen - bei Kaffee und Klönschnack, versteht sich.

Dafür, dass das Haus immer ansprechend aussieht und gemütlich ist, sorge die zweite Vorsitzende des Kulturkreises, Marlis Rothermel. „Sie hat immer alles im Blick“, sagt Zweibrück.

Und wer es ganz romantisch mag - tja, der kann sogar heiraten im Müllerhaus, das nach wie vor eine Außenstelle des Kirchlintler Standesamtes ist. „Heike Walter und Erika Kaptein-Bruns kümmern sich ganz liebevoll darum, dass hier dann eine besonders schöne Atmosphäre herrscht.“ Ob Sitzordnung oder Deko, die Frauen sorgten dafür, dass der Tag unvergesslich wird.  

rei

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