Feuerwehrhaus in Bendingbostel kostet circa 600000 Euro

Neubau mit Sperrvermerk

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Mediengruppe Kreiszeitung

Bendingbostel - Zu eng, zu alt und in die Jahre gekommen: Die Freiwillige Feuerwehr in Bendingbostel braucht eine neue Unterkunft. Da sind sich alle Verantwortlichen einig. Doch der Preis hat es in sich: circa 600000 Euro, so die Kalkulationen, wird der Neubau kosten, die Hälfte davon wird im nächsten Jahr fällig.

Der Ausschuss für Brandschutz- und Ordnungsangelegenheiten wollte es ganz genau wissen. Vor Beginn der Haushaltssitzung hatte er sich am Dienstagabend auf den Weg durch das Gebäude An der Bahn gemacht. Danach sahen sich die Beteiligten darin bestätigt, was sie eh‘ schon wussten. „Seit zehn Jahren wollen wir was machen, immer wieder wurde der Beginn verschoben“, so Bürgermeister Wolfgang Rodewald. „2015 ist die Ortsfeuerwehr erneut vertröstet worden, weil erst bei den Feuerwehrkollegen in Kirchlinteln gebaut werden musste.“ Die Ansage: „Ist der Umbau fertig und wird zudem die ursprünglich geplante Kinderkrippe nicht gebaut, darf dafür in Bendingbostel geplant werden.“

Doch was ursprünglich mal als kleiner Anbau gedacht war, hat sich kostenmäßig extrem entwickelt. Ortsbrandmeister Wolfgang Drewes stellte das Raumprogramm vor. Dabei hielt er sich an die Vorgabe der Gemeinde und beließ es bei einer eher bescheidenen Variante. Nicht in Frage kommt ein Umbau des alten Gebäudes, was angesichts der dann zu erfüllenden Auflagen den Preis noch mehr in die Höhe treiben würde. Daher ist angedacht, den Neubau circa zwei Meter neben den Altbau zu setzen, beide Häuser wären mit einem Überdach verbunden und über Verbindungstüren jeweils erreichbar. Im Neubau finden die Halle für zwei Fahrzeuge, getrennte Umkleiden für Frauen, Männer und die Nachwuchsabteilung sowie ein kleiner Hauswirtschaftsraum und ein Mini-Büro Platz. Das alte Gebäude bleibt wie es ist, bietet im Erdgeschoss Raum für ein Lager und im Obergeschoss – wie bereits aktuell – für Versammlungen.

Der Plan sei spitz gerechnet, so die Verwaltung. Doch die gesamte Rechnung trieb so manchem im Ausschuss die Sorgenfalten ins Gesicht. Kämmerer Frank Weiberg hatte zuvor erneut angekündigt, dass der Haushalt 2016 aktuell ein Minus von 985000 Euro ausweise. Sparen ist also dringend angesagt. „Ohne wäre er so nicht genehmigungsfähig“, gab CDU-Chef Günter Lühning zu bedenken. Zugleich sprach er aber auch von der Bedeutung der Feuerwehr Bendingbostel für den Brandschutz in der Lintler Geest und der Notwendigkeit des Neubaus. „Hier muss was passieren.“

Sparsamkeit einerseits und Neubau andererseits, da sei Fantasie gefragt. Lühnings Vorschlag: „Die Gemeinde lässt bauen und kauft oder mietet anschließend das Gebäude.“ Ganz nach dem Modell von Public Private Partnership (PPP). Was da möglich ist, solle die Verwaltung in den nächsten drei Monaten ausloten. Bis dahin sollten die 300000 Euro mit einem Sperrvermerk belegt bleiben. Michael Kyritz (SPD) betonte ebenso den Bedarf für einen Neubau, wollte sich einer günstigeren Lösung aber nicht verschließen. „Wenn‘s klappt ist es gut, Hauptsache im April 2016 wird begonnen.“ Auch Gemeindebrandmeister Holger Müller und Ortsbrandmeister Wolfgang Drewes konnten sich dem Verfahren anschließen. Der Ausschuss stimmte ebenfalls zu.

mw

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