„Spezialisten für Einsätze aller Art“

Festkommers der Hohener Feuerwehr

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Der zum Ehrenortsbrandmeister ernannte Harald Ahlden (Mitte) mit Ortsbrandmeister Olaf Zitelmann (links) und Bürgermeister Wolfgang Rodewald.

Hohenaverbergen - „Heute gilt eine besondere Ehrung einem Kameraden, der wie kaum jemand anderes unsere Feuerwehr prägte, und ohne dessen großes Engagement und Beharrlichkeit in den 25 Jahren seiner Amtszeit als Ortsbrandmeister wir mit Sicherheit nicht so viel erreicht hätten.“ Mit diesen Worten würdigte der Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Hohenaverbergen, Olaf Zitelmann, bei der Feierstunde zum 75-jährigen Bestehen der Ortsfeuerwehr, die großen Verdienste seines Vorgängers, Harald Ahlden.

Der sichtlich überraschte Ahlden war sprachlos, als ihm vom Bürgermeister Wolfgang Rodewald unter dem Beifall der Gäste der Titel eines Ehrenortsbrandmeisters verliehen wurde. Diese durch Ratsbeschluss erfolgte Verleihung sei bisher erst einmal in der Gemeindefeuerwehr vergeben worden.

Ahldens Beharrlichkeit hat viel bewegt

Als damals jüngster Ortsbrandmeister sei Harald Ahlden 1985 im Alter von 27 Jahren in das Amt gewählt worden, das er bis 2010 ausübte, so Zitelmann. Viel sei in dieser Zeit durch seine Beharrlichkeit bewirkt worden, so beispielsweise 1990 die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges und der Neubau des Feuerwehrhauses zur Jahrtausendwende an der Scheperdrift. Hier habe er immer wieder die Mitglieder dazu motiviert, mit ihren Eigenleistungen den Bau voranzutreiben. Ebenso sei der hohe Ausbildungsstand in der Feuerwehr ein Verdienst seines Vorgängers.

Rodewald würdigte das große Engagement von Ahlden und schloss dabei die weiteren Führungskräfte mit ein, die Verantwortung übernommen hätten und mit ihrer jeweils individuellen Art die Feuerwehr geprägt hätten.

Friedo Haase seit 60 Jahren in der Wehr

Einen Dank richtete Rodewald an die „unverzichtbaren Aktiven“, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Dienst rund um die Uhr in der Gemeinschaft des Ortes einsetzten. Schließlich seien es die Lebenspartner und Familien, die den Aktiven den Rücken freihielten.

Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling betonte, dass Feuerwehr als flächendeckendes Sicherheitssystem mit kurzen Anfahrtswegen und guten Ortskenntnissen Sicherheit in jedem Ort bedeute. In den 75 Jahren habe sich das Bild der Feuerwehren stark gewandelt, war es früher nur der Brandschutz, müssten die Aktiven einer jeden Wehr heute gut ausgebildete Spezialisten für Einsätze aller Art sein.

Gemeindebrandmeister Holger Müller (rechts) ehrte Friedo Haase für dessen 60-jährige Mitgliedschaft.

Gemeindebrandmeister Holger Müller stellte das Jahresmotto des Landesfeuerwehrverbandes „Gemeinsam sind wir stark“ in seinem Grußwort in den Vordergrund. Diese Gemeinschaft sei immer gefordert, vor allem bei den immer komplizierter werdenden Einsätzen. Die Einsatzverfügbarkeit sei bei Feuerwehren auf dem Lande nicht immer gewährleistet, da viele auswärts arbeiteten. Dann sei die Hilfe von benachbarten Feuerwehren gefragt. Schließlich nahm Müller noch eine Ehrung vor und verlieh Friedo Haase die Auszeichnung für 60-jährige Mitgliedschaft.

Gratulationen zum Jubiläum gab es auch von Ortsvorsteherin Birgit Söhn, Pastor Wilhelm Timme und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Brandschutz und Ordnungsangelegenheiten, Claus-Hermann Hoops. Dieser betonte, dass die Hohener Feuerwehr gut aufgestellt sei. Mit wohlwollendem Beifall vor allem von den Feuerwehrleuten wurde seine Mitteilung bedacht, dass spätestens 2018 ein neues Einsatzfahrzeug übergeben werde.

Gemeindefeuerwehrtag der Gemeinde Kirchlinteln

Im Rahmen seiner Moderation ließ Zitelmann die Geschichte der Hohener Wehr Revue passieren. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Stefanie Zitelmann, die mit einigen Pop-Songs die Gäste überraschte.

Ein Höhepunkt des Abends war die Wasserorgel des Kreisfeuerwehrverbandes, die mit ihrem faszinierenden Lichterspiel die Gäste begeisterte und eine festliche Stimmung zauberte. - rö

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